Landesbank Baden-Württemberg streicht rund 1000 Stellen

Die Landesbank Baden-Württemberg wird in den nächsten Jahren rund 1000 Arbeitsplätze abbauen. Die Bank hat vergleichsweise hohe Kosten und will diese mit Hilfe einer verstärkten Automatisierung drücken. Seit der Stützung durch den Staat in der Finanzkrise befindet man sich auf einem Spar- und Schrumpfkurs.

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Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) will in den kommenden Jahren rund 830 Vollzeitstellen abbauen, wie Reuters meldet. Betroffen seien 380 Position bei der Privatkunden-Tochter BW Bank und 450 bei der sogenannten Marktfolge, allen voran bei der Bearbeitung von Krediten, sagte Vorstandschef Hans-Jörg Vetter am Dienstag in Stuttgart. Hier will die LBBW stärker auf automatisierte Prozesse setzen. Da es gerade im Privatkundengeschäft viele Teilzeitkräfte gibt, seien insgesamt rund 1000 Mitarbeiter betroffen. Ende 2015 beschäftigte die LBBW 11.120 Menschen.

Die LBBW muss laut Vetter derzeit rund 7 Euro einsetzen, um 10 Euro zu verdienen. Ihre sogenannte Cost-Income-Ratio liegt damit deutlich höher als bei den Konkurrenten BayernLB, NordLB und Helaba. Ein Kauf des kriselnden Konkurrenten HSH Nordbank sei für das Stuttgarter Geldhaus kein Thema, unterstrich Vetter. „Wir sind an Übernahmen nicht interessiert.“

Vetter wird sein Amt als LBBW-Chef Ende Oktober niederlegen. Sein Nachfolger Rainer Neske, ehemaliger Privatkundenvorstand bei der Deutschen Bank, soll den risikoarmen Kurs seines Vorgängers nach dem Willen der Eigentümer fortführen. Vetter hatte die LBBW nach der staatlichen Rettung der Bank in der Finanzkrise übernommen. Er baute seitdem Risiken ab, zog sich aus einigen Auslandsmärkten zurück und halbierte die Bilanzsumme des Instituts nahezu auf 234 Milliarden Euro. Mit dem Schrumpfen soll nun aber Schluss sein, kündigte Vetter an. „Ab jetzt rechnen wir wieder mit einer steigenden Bilanzsumme aufgrund des geplanten Abbaus unseres Kundengeschäfts.“

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