Dax im Plus, deutliche Zugewinne in Asien

Der deutsche Leitindex startete am Donnerstag mit leichten Aufschlägen in den Handelstag und notiert knapp über der 10.000-Punkte-Marke. In Fernost hatten die Börsen zuvor auf breiter Front hinzugewonnen. Der Hauptgrund dafür sollen ausgerechnet Sorgen um die Weltwirtschaft gewesen sein.

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Kräftige Kursgewinne an der Tokioter Börse haben Anleger am Donnerstag zum Einstieg in den deutschen Aktienmarkt ermuntert. Der Dax legte zur Eröffnung 0,3 Prozent auf 10.051 Prozent zu. Im Kleinwerte-Index SDax rutschten die Titel von Scout24 dagegen um 2,8 Prozent auf 30,63 Euro ab. Die Credit Suisse verkaufte nach eigenen Angaben im Auftrag mehrerer Aktionäre 12 Millionen Papiere des Online-Anzeigenmarkts zu je 30 Euro.

Asiens Börsen hatten ihre positive Entwicklung am Donnerstag fortgesetzt und waren auf die höchsten Stände seit etwa vier Monaten gestiegen. Zugleich gaben die regionalen Währungen nach, angeführt vom Singapur-Dollar. Händler rechneten offenbar damit, dass andere Notenbanken der Entscheidung Singapurs folgen und ihre Geldpolitik weiter lockern werden.

Der MSCI-Index für die Aktien der Region Asien/Pazifik ohne Japan stieg um 0,5 Prozent auf das höchste Niveau seit Dezember. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 3,3 Prozent höher bei 16.911 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 2,92 Prozent auf 1371 Punkte. In China lagen die beiden wichtigsten Indizes rund 0,3 Prozent im Plus.

Angetrieben wurden die Börsen von der Hoffnung auf noch mehr billiges Geld wegen der weniger guten Aussichten für die Weltwirtschaft. Ungeachtet der jüngsten positiven Wirtschaftsdaten aus China wird die Lockerung der Geldpolitik Singapurs am Donnerstag als weiteres Krisenzeichen der Weltwirtschaft gewertet. Anfang der Woche hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine globalen Konjunkturerwartungen abermals heruntergeschraubt.

An den Aktienmärkten wird daher mit weiteren Stimulierungsmaßnahmen der Notenbanken gerechnet. Mehr und billigeres Geld im Markt dürften die Nachfrage nach Aktien weiter ankurbeln und die Kurse befeuern, so das Kalkül der Anleger. Der Dollar notierte mit 109,44 Yen deutlich fester als am Montag, als er zwischenzeitlich mit 107,63 Yen auf dem niedrigsten Stand seit fast 18 Monaten gefallen war. Der Euro ließ weiter Federn. Er tendierte bei 1,1255 Dollar, weit entfernt vom höchsten Stand seit sechs Monaten, auf den er am Dienstag mit 1,1465 Dollar geklettert war.

 

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