IWF-Dokument: Griechenland soll Schulden bis 2080 abstottern

Der IWF fordert von der Euro-Zone eine sehr lange Streckung der Kredite. Demnach soll die Rückzahlung 2040 beginnen und bis 2080 abgeschlossen sein. Der ESM hatte deutlich kürzere Laufzeiten vorgeschlagen.

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert von den Euro-Geldgebern weitreichende Schuldenerleichterungen für Griechenland für die nächsten 64 Jahre. Die Laufzeit der Kredite aus den drei Euro-Rettungsprogrammen solle insgesamt bis 2080 verlängert werden, hieß es in einem Dokument des IWF, das der Nachrichtagentur Reuters am Freitag vorlag. Zugleich solle die Schonfrist bis zum Beginn dieser Rückzahlungen bis mindestens 2040 ausgedehnt und die Zinssätze für die Kredite aus den Programmen der Euro-Rettungsschirme EFSF und ESM bis 2045 auf 1,5 Prozent begrenzt werden. Die Details solcher Schuldenerleichterungen müssten frühzeitig festgelegt werden, forderte der IWF. Ziel sei es, den Bruttofinanzierungsbedarf für längere Zeit zwischen 15 und 20 Prozent der Wirtschaftsleistung zu halten und Griechenland einen substanziellen Abbau des Schuldenberges zu erlauben, bevor es wieder in größerem Umfang an die Finanzmärkte zurückkehren könne.

Die Annahmen des IWF gehen weit über das hinaus, was der ESM in der vergangenen Eurogruppe an Vorschlägen vorgelegt hatte. Die Euro-Finanzminister beraten kommenden Dienstag über eine Auszahlung weiterer Kredite in Milliardenhöhe für Griechenland und wollen auch über mögliche Schuldenerleichterungen sprechen. Der IWF macht seine Beteiligung am dritten Hilfspaket von solchen Erleichterungen abhängig.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble möchte dem Thema erst nach der nächsten Bundestagswahl nähertreten, um eine Debatte im Bundestag zu vermeiden.

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