Fußball: Ausschreitungen vor EM-Spiel England-Russland

In Marseille ist es erneut zu Ausschreitungen anlässlich der Fußball-EM gekommen. Britische und russische Fans randalierten. Am Freitag hatten britische Hooligans bereits Muslime in der Hafenstadt, die einen sehr hohen Ausländeranteil hat, attackiert.

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Vor dem EM-Spiel England gegen Russland am Samstagabend ist es am Austragungsort Marseille zu Ausschreitungen zwischen Anhängern beider Lager und Sicherheitskräften gekommen. Fans beider Seiten bewarfen sich in der südfranzösischen Hafenstadt mit Flaschen und schleuderten Cafe-Tische herum. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein, um die Menge auseinanderzutreiben. In der Stadt werden bis zu 90.000 Anhänger der Teams erwartet. Das Spiel im Marseille soll um 21.00 Uhr angepfiffen werden.

Bereits Freitag ist es in Marseille zu schweren Ausschreitungen zwischen Einheimischen und englischen Hooligans gekommen. In Marseille leben zahlreiche Muslime. Die Hooligans hatten zuvor angekündigt, Muslime während der EM anzugreifen.

Am Freitag ist es in der südfranzösischen Stadt Marseille zu schweren Ausschreitungen zwischen englischen Hooligans und Einheimischen gekommen. Die englische Hooligan-Truppe „The Pig of Marseille“ soll gezielt Muslime attackiert haben, berichtet MCE TV.

The Daily Mail berichtet, dass ein Drittel der Bevölkerung Marseilles muslimisch sei. Die Hooligans sollen zudem skandiert „Wo bist du, Islamischer Staat?“ skandiert haben.

„The Pig of Marseille“ hatte bereits Ende Mai in den sozialen Medien angekündigt, während der EM 2016 gezielt Muslime angreifen zu wollen, berichtet Le Parisien. Beobachter sind überrascht, dass die Briten nun die Russen angegriffen haben – hatten sie doch noch vor wenigen Tagen den Eindruck erweckt, sich mit den Russen verbürdern zu wollen: „Hassen die Russen etwa nicht die Muslime? England wird gemeinsam mit Russland gegen die Muslime agieren“, zitiert The Sun einen britischen Hooligan-Führer.

Insgesamt sollen rund 90.00 Kräfte von Polizei, Gendarmerie, Militär, Zivilschutz und Feuerwehr die Euro 2016 schützen. Darunter sind auch etwa 13. 000 private Sicherheitskräfte für die Visitationen an Stadien und Fanmeilen.

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