China schließt Fabriken für bessere Luft bei G20-Gipfel

Chinas Regierung hat die Schließung von über 200 Fabriken während des G 20-Treffens in Schanghai angeordnet. Dadurch soll die Luftqualität für die anwesenden Staatschefs verbessert werden. Firmen, die sich der Anordnung widersetzen, werden geschlossen.

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China will mit der Schließung von 255 Fabriken in Schanghai und Umgebung für gute Luft beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) sorgen. Die Unternehmen sollen vom 24. August bis 6. September ihre Produktion einstellen, wie aus einem Reuters am Freitag vorliegenden amtlichen Dokument der Umweltschutzbehörde hervorgeht. Zum G20-Gipfel in der ersten Septemberwoche im nahen Hangzhou werden hochrangige Politiker wie US-Präsident Barack Obama und Chinas Staatschef Xi Jinping erwartet.

Experten gehen davon aus, dass im Umkreis von 300 Kilometern weitere Fabrikschließungen veranlasst werden – insbesondere in den an Schanghai grenzenden Provinzen Zheijiang und Jiangsu. Das soll die Luftverschmutzung verringern. China hat dies auch vor anderen großen diplomatischen Treffen wie dem Asien-Pazifik-Gipfel und den Olympischen Sommerspielen 2008 so praktiziert. Viele Industriestädte kämpfen mit Smog.

Zu den betroffenen Unternehmen gehört die Ölraffinerie Shanghai Petrochemical, die ihre Kapazität halbieren soll. Kohlekraftwerke, die die Emissionsvorgaben nicht einhalten, müssen ganz dichtmachen. Staatliche Hilfen für die Produktionsausfälle wurden nicht in Aussicht gestellt, wie vier von Reuters befragte Unternehmen erklärten.

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