Europas Bank-Aktien stabilisieren sich

Die Aktienkurse europäischer Banken verzeichnen am Donnerstagvormittag Gewinne. Wahrscheinlich ist, dass Zentralbanken zu den größten Käufern der Titel gehören. Ohne weitere Bedeutung blieb die Nominierung des Brexit-Vorkämpfers Boris Johnson als Außenminister an den Märkten.

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Die Aktienkurse europäischer Banken verzeichneten am Donnerstag Gewinne. Vor der von Beobachtern erwarteten Zinssenkung der Bank of England stehen vor allem britische Institute im Fokus. Die Titel der Barclays Bank lagen in London rund ein Prozent in der Gewinnzone, ebenso wie Aktien der Royal Bank of Scotland und von HSBC. Der Kurs des britischen Leitindex FTSE100 stieg um rund 0,8 Prozent. Der Dax legte zur Eröffnung am Donnerstag um 1,4 Prozent auf 10.073 Punkte zu.

Nach der Brexit-Entscheidung hat sich die Lage an den Börsen zwar stabilisiert, eine grundlegende Verunsicherung bleibt jedoch bestehen. So ist inzwischen bekanntgeworden, dass wichtige Zentralbanken zu den größten Käufern der vergangenen Tage gezählt und die einschlägigen Indizes auf diese Weise gestützt haben.

Ohne weitere Bedeutung für die Devisenmärkte blieb offensichtlich die Nominierung des Brexit-Vorkämpfers Boris Johnson zum britischen Außenminister. Das Pfund verlor gegenüber dem Euro etwa einen halben Prozent, zum Dollar verteuerte es sich leicht um 0,6 Prozent.

In London kommt die Notenbank heute (Donnerstag) zu ihrer ersten Sitzung seit dem Brexit-Referendum zusammen. An den Finanzmärkten wird mit einer Zinssenkung gerechnet. Es wäre die erste seit der Weltwirtschaftskrise im März 2009. Seither steht der Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld bei 0,5 Prozent. Er könnte nun nach Einschätzung von Experten auf 0,25 Prozent gekappt werden.

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