Technologie-Konzern Cisco will tausende Stellen streichen

Der amerikanische Technologiekonzern Cisco plant offenbar, bis zu einem Fünftel seiner Belegschaft abzubauen. Davon wären rund 14.000 Mitarbeiter weltweit betroffen. Beobachtern zufolge kann Cisco als Gradmesser für die Entwicklung der gesamten US-Wirtschaft dienen.

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Selbst in den Krisen von 2001 und 2009 wurden nicht so viele Arbeitsplätze abgebaut wie derzeit. (Grafik: Zerohedge)

Selbst in den Krisen von 2001 und 2009 wurden nicht so viele Arbeitsplätze abgebaut wie derzeit. (Grafik: Zerohedge)

Der US-Netzwerkspezialist Cisco Systems setzt einem Medienbericht zufolge zum Kahlschlag an. Rund 5.500 Stellen sollen gestrichen werden, wie die Technologie-Seite CRN unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld der Firma berichtete. Der Konzern aus San Jose in Kalifornien werde die Kürzungen wohl in den nächsten Wochen verkünden.

Cisco Systems – unter anderem Anbieter von Routern und Server-Dienstleistungen – wollte sich zunächst nicht zu den Informationen äußern. Das Unternehmen will am Mittwoch nach Börsenschluss in den USA seine aktuelle Quartalsbilanz vorlegen.

Bezüglich der Gründe für den Stellenabbau zitiert der Finanzblog Zerohedge zitiert eine Quelle aus dem Umfeld des Unternehmens. Demzufolge würden die Kompetenzen vieler Mitarbeiter nicht mehr zur Firmenstrategie passen. Cisco versuche, sein Engagement im Bereich der Computer-Hardware zurückzufahren und sich stattdessen auf digitale Dienstleistungen zu fokussieren. „Sie brauchen andere Kompetenzen für die angestrebte Software-Zukunft als sie bislang haben. Theoretisch könnte der Zielmarkt für Cisco viel größer und die Gewinnspannen höher sein, aber die Transformation wird dauern.“

Zerohedge schreibt, dass Firmen wie Cisco als gute Indikatoren für die Entwicklung der gesamten Volkswirtschaft dienen, weil sie die Realwirtschaft mit der digitalen Hochtechnologie verbinden.

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