ESM: Schulden-Erleichterung für Griechenland ist möglich

Der Euro-Rettungsfonds ESM hält Schuldenerleichterungen für Griechenland für leicht durchführbar. Grundlage dafür seien allerdings weitere Austeritäts-Maßnahmen. Die Euro-Zone muss nach dem Ausstieg des IWF aus dem laufenden Programm nach flexiblen Lösungen suchen.

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Der griechische Premier Alexis Tsipras. (Foto: dpa)

Der griechische Premier Alexis Tsipras. (Foto: dpa)

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Griechenland könnte nach Einschätzung des Euro-Rettungsfonds ESM schon bald Schuldenerleichterungen erhalten. Voraussetzung sei die Umsetzung von Reformen. „Wir haben an den Erleichterungen gearbeitet und sie könnten sehr schnell eingeführt werden“, sagte ESM-Chef Klaus Regling der Zeitung „Ta Nea“ vom Samstag. „Wir hoffen, dass die Regierung die entscheidenden Bedingungen dafür sehr schnell umsetzt.“ Dabei gehe es vor allem um die Pläne für einen Privatisierungsfonds und den Verkauf einiger Staatsanteile.

Das derzeitige Kreditprogramm für Griechenland läuft bis 2018. Darin stellten die Geldgeber von EZB, EU und Internationalem Währungsfonds bis zu 86 Milliarden Euro an Krediten in Aussicht – wenn das Land Reformen durchführt. Zudem wurden Schuldenerleichterungen in Aussicht gestellt, etwa längere Laufzeiten für frühere Kredite. Nach 2018 könnten Griechenland längere Laufzeiten der Kredite angeboten werden, mit denen der Schuldenberg von derzeit 176 Prozent der Wirtschaftsleistung reduziert würde.

Das Problem der Euro-Retter besteht allerdings in der Tatsache, dass der IWF am laufenden Kredit-Programm nicht mehr teilnimmt. 

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