Iran will mit den USA nicht über regionale Konflikte sprechen

Irans geistliches Oberhaupt, Ayatollah Ali Chamenei, hat Verhandlungen mit den USA über die Beilegung regionaler Konflikte eine Absage erteilt. Er plädiert für die „Schaffung von Furcht bei dem Feind“, um sich gegen Bedrohungen zu wappnen.

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„Die Amerikaner beharren darauf, dass wir mit ihnen über regionale Fragen verhandeln, insbesondere Syrien, Irak, Libanon und Jemen“, sagte Chamenei am Sonntag vor Offizieren der Revolutionsgarden. Das einzige Ziel solcher Gespräche sei es aber, „die Präsenz der Islamischen Republik Iran in der Region zu verhindern“.

Allein mit militärischer Macht könne Bedrohungen durch ausländische Mächte begegnet werden, sagte Chamenei in der Rede, die auf seiner Website veröffentlicht wurde. Unter den Zuhörern waren der Oberkommandeur der Revolutionsgarden, Generalmajor Mohammed Ali Dschafari, sowie der Kommandeur ihrer Spezialeinheit für Ausländseinsätze, Kassem Soleimani. Nur durch die „Schaffung von Furcht bei dem Feind“ könnten Bedrohungen beseitigt werden, sagte Chamenei.

Die iranische Regierung hatte im Zuge der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm erstmals seit Jahren wieder direkte Gespräche mit der US-Regierung geführt, doch unterhalten beide Länder weiter keine diplomatischen Beziehungen. Chamenei hat wiederholt betont, dass die Einigung im Atomkonflikt keine Annäherung an die USA bedeute. Im Syrien-Konflikt unterstützen die beiden Staaten unterschiedliche Seiten, stehen im Irak dagegen beide hinter der Regierung in Bagdad.

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