Deutsche Bank beruhigt: Brauchen keine Staatshilfe

Die Deutsche Bank geht in die Offensive und schließt eine staatliche Rettung aus. Eine solche sei nicht notwendig. Eine Kapitalerhöhung sei ebenfalls nicht nötig. Die Aktie schloß bei 10,539 Euro, das ist ein Minus von 7,23 Prozentpunkten.

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Die Deutsche Bank versucht, ihre Investoren und die Öffentlichkeit zu beruhigen. Der Unternehmenssprecher der Deutschen Bank, Jörg Eigendorf, sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „John Cryan hat zu keinem Zeitpunkt die Bundeskanzlerin darum gebeten, dass die Regierung im Hypothekenverfahren mit dem amerikanischen Justizministerium interveniert.“

Zur möglichen Staatshilfe sagte Eigendorf: „Die Deutsche Bank ist fest entschlossen, ihre Herausforderungen alleine zu lösen.“

Hinsichtlich einer möglichen Kapitalerhöhung sagte er: „Die Frage nach einer Kapitalerhöhung stellt sich derzeit nicht, wir erfüllen alle regulatorischen Kapitalvorgaben.“

Deutsche Bank-Chef Cryan und Bundeskanzlerin Merkel trafen sich Berichten zufolge im Sommer, um die Auswirkungen des Austritts Großbritanniens aus der EU zu besprechen. Das Thema der ausstehenden Strafen wurde damals offenbar nicht besprochen.

Jörg Eigendorf sagte zudem dem Fernsehsender CNBC, dass die Liquiditäts-Position der Bank sehr komfortabel und das Kreditportfolio sehr stark sei. Hinsichtlich des Aktienkurses, welcher am Montag erneut stark unter Druck geriet, sagte Eigendorf: „Der Aktienkurs ist tief aber das besorgt uns nicht und es ist nichts, worauf wir besonders achten. Was uns wirklich wichtig ist, ist unsere Kreditlage, welche sehr stark ist, fundamental stark.“

Zuletzt soll sich Bundeskanzlerin Merkel eher distanziert gegenüber den größten Deutschen Bank gezeigt hat. Die SPD überlegt dagegen, wie sich die Lage entwickeln könnte.

Die Deutsche Bank ist die einzige europäische Bank, die noch mit den US-Investmentbanken mithalten kann. Entsprechend groß ist das Interesse der Mitbewerber, der Deutschen Bank am Zeug zu flicken.

Offiziell hält sich Angela Merkel bedeckt. Sie will vermeiden, dass das Thema während des Bundestagswahlkampfs hochkocht.

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