Yellen: Leitzins-Erhöhung könnte in größeren Schritten erfolgen

Fed-Chefin Yellen hält es für denkbar, dass die Leitzinsen stärker erhöht werden als dies an den Aktienmärkten gern gesehen würde. Allerdings werden die nächsten Schritte erst nach der US-Wahl erfolgen.

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Die US-Notenbank hat nach Angaben ihrer Chefin Janet Yellen keinen festgelegten Zeitplan für eine Erhöhung des Leitzinses. Vor dem Finanzdienstleistungs-Ausschuss des US-Repräsentantenhauses sagte Yellen am Mittwoch, die Zinspolitik müsse gut abgewogen werden. Sollte sich der Arbeitsmarkt und damit die Wirtschaft überhitzen, müssten die Zinsen möglicherweise in schnelleren Schritten angepasst werden, als den Märkten lieb sei.

Die Finanzmärkte gehen derzeit von der nächsten Erhöhung des US-Leitzinses im Dezember aus. Die letzte Anhebung läge dann genau ein Jahr zurück. Im September hatte die Fed den Zins erwartungsgemäß auf dem aktuellen Niveau von 0,25 bis 0,5 Prozent belassen.

Yellen verwahrte sich gegen vom republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump erhobene Vorwürfe, die Notenbank lasse sich von parteipolitischen Vorgaben leiten. In Medien wurde kolportiert, das Fed-Mitglied Lael Brainard habe kürzlich Kontakt mit Trumps demokratischer Kontrahentin Hillary Clinton gehabt. Ein solcher Kontakt sei ihr nicht bekannt, sagte Yellen.

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