Schweden treibt Annäherung an die Nato voran

Schweden tritt dem Exzellenzzentrum der Nato für strategische Kommunikation bei. Damit forciert Schweden seine Annäherung an das Militärbündnis. Offizieller Grund: Die Sorge vor einer Aggression Russlands.

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US-Außenminister John Kerry mit seiner schwedischen Kollegin Margot Wallström im Mai 2016 im Nato-Hauptquartier in Brüssel. (Foto: dpa)

US-Außenminister John Kerry mit seiner schwedischen Kollegin Margot Wallström im Mai 2016 im Nato-Hauptquartier in Brüssel. (Foto: dpa)

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Inmitten der gespannten Beziehungen zwischen Russland und anderen Ostsee-Anrainern hat Schweden seinen Beitritt zum Exzellenzzentrum der Nato für strategische Kommunikation verkündet. Dies sagte der Leiter des in Lettland beheimateten Zentrums, Janis Sarts, am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Schweden ist kein Nato-Mitglied, doch ist das skandinavische Land mit der Militärallianz über die sogenannte Partnerschaft für den Frieden verbunden.

Die schwedische Regierung hatte kürzlich aus Sorge vor einer militärischen Bedrohung durch Russland Soldaten auf die Insel Gotland verlegt. Zudem beschloss sie, die vor sechs Jahren abgeschaffte Wehrpflicht 2018 wiedereinzuführen.

Die Nato hatte das Stratcom-Zentrum 2015 aus Sorge eingerichtet, Russland könnte nach der Unterstützung der Rebellen im Osten der Ukraine versuchen, auch die russischstämmigen Einwohner Lettlands aufzuwiegeln. Das Zentrum tritt nicht nur der russischen Darstellung zum Ukraine-Konflikt entgegen, sondern unterstützt auch allgemein die Politik der Nato mit den Mitteln der Kommunikation. Hinweise, dass Moskau derartige Pläne verfolgt, gibt es keine.

Vor einiger Zeit hatten die Schweden für Aufregung gesorgt, weil angeblich ein russisches U-Boot in schwedischen Hoheitsgewässern aufgetaucht sein soll. Die Verdächtigung hatte sich als falsch erwiesen.

Nach Angaben von Sarts ist auch Finnland, das wie Schweden nicht der Nato angehört, dem Stratcom-Zentrum beigetreten. Weitere Mitglieder sind demnach neben Lettland die Nato-Länder Deutschland, Großbritannien, Italien, Polen, Estland und Litauen. Frankreich und die Niederlande haben laut Sarts ebenfalls ihr Interesse an einem Beitritt bekundet.

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