Umweltschützer klagen gegen Ölförderung in der Arktis

Umweltschützer haben Klage gegen die Vergabe von Ölförderlizenzen in der Arktis eingereicht. Ihre Chancen stehen nicht schlecht.

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Umweltschützer wollen Ölbohrungen in der Arktis verhindern. (Foto: dpa)

Umweltschützer wollen Ölbohrungen in der Arktis verhindern. (Foto: dpa)

Die Umweltschutzorganisationen Greenpeace Norwegen und Natur und Jugend haben wegen der Vergabe von Ölförderlizenzen in der Arktis eine Klage gegen die norwegische Regierung eingereicht. Unter anderem warfen die beiden norwegischen Bewegungen ihrer Regierung vor, mit der Vergabe die Verfassung zu verletzen und gegen das Pariser Klimaschutzabkommen zu verstoßen.

Die Umweltschützer berufen sich in ihrer Klage ausdrücklich auf die norwegische Verfassung, die der derzeitigen Bevölkerung und künftigen Generationen das Recht auf eine gesunde Umwelt zusichert. Gleichzeitig erinnerten sie daran, dass Oslo als eines der ersten Länder den Klimavertrag von Paris ratifiziert hatte, der im November in Kraft tritt.

Mit den Förderlizenzen für fossile Brennstoffe missachte die Regierung aber ihrem eigenen Zusagen, zu einer deutlichen Begrenzung der Erderwärmung beizutragen, hieß es in der Erklärung weiter. Der Leiter von Greenpeace Norwegen, Truls Grulowsen, warf der Regierung „Heuchelei“ vor.

Vor dem Hintergrund schrumpfender Erdöleinnahmen hatte Oslo im Mai Förderlizenzen für die Barentssee an 13 Ölkonzerne vergeben, darunter auch an das deutsche Unternehmen DEA. Der Sprecher des norwegischen Erdöl- und Energieministeriums, Ole Berthelsen, erklärte, aus Sicht der Regierung verstoße die Vergabe der Lizenzen nicht gegen die Landesverfassung.

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