Politik

Verband der russischen Kriegsmarine passiert Norwegen

Das norwegische Verteidigungsministerium hat Fotos von mehreren russischen Schiffen veröffentlicht, die sich auf dem Weg ins Mittelmeer befinden sollen. Sie sollen im Krieg um Syrien eingesetzt werden.
20.10.2016 01:23
Lesezeit: 2 min
Verband der russischen Kriegsmarine passiert Norwegen
Die Admiral Kuznetzow. (Foto: 333 SKVADRONEN, FORSVARET)

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Das norwegische Militär hat in der Zeitung VG Fotos von Überwachungs-Flugzeugen veröffentlicht, die eine Flotte von russischen Kriegsschiffen vor der Küste von Norwegen abbilden sollen. Die Schiffe sollen sich auf dem Weg nach Syrien befinden. Die Aufnahmen wurden am Montag gemacht. Bei den Schiffen handele es sich unter anderem um den Flugzeugträger Admiral Kuznetsov, den Schlachtkreuzer Pjotr Velikij, das Anti-U-Boot-Kriegsschiff Severomorsk und den Zerstörer Vize-Admiral Kulakov die in der Nähe der Insel Andoya im Norden von Norwegen aufgetaucht seien.

Ein Sprecher des norwegischen Militärgeheimdienstes sagte, dass die Streitkräfte des Landes häufig solches Material freigeben, während die Zeitung VG mit Verweis auf General Morten Haga Lunde, Leiter des Militärgeheimdiensts, berichtet, dass die acht beteiligten Schiffe wahrscheinlich eine Rolle in der entscheidenden Schlacht für Aleppo spielen werden.

Ein hochrangiger Nato-Diplomat bestätigte dem englischsprachigen Dienst von Reuters die Überfahrt der russischen Schiffe. Diese sollen beim „finalen Angriff“ auf Aleppo in zwei Wochen eingesetzt werden, so der Diplomat.

Die Flotte der Kriegsmarine überquerte am Mittwoch die norwegische Stadt Bergen. Doch nach russischen Medienberichten sollen sich die Schiffe durch den Ärmelkanal, vorbei an Gibraltar und ins Mittelmeer zur syrischen Küste bewegen.

„Sie setzen die gesamte Nordflotte und ein Großteil der baltischen Flotte im Rahmen der größten Flächeninstandsetzung seit dem Ende des Kalten Krieges ein (…) Dies ist kein freundlicher Hafenanruf. In zwei Wochen werden wir ein Crescendo von Luftangriffen auf Aleppo als Teil der russischen Strategie sehen, um dort den Sieg zu erklären “, so der Nato-Diplomat, den Reuters ohne Nennung des Namens zitiert.

Die russische Nachrichtenagentur TASS berichtete im Juli unter Berufung auf eine militärische Quelle, dass der der Flugzeugträger Admiral Kusnezow von Oktober bis Januar am russischen Einsatz in Syrien teilnehmen werde. Das Kriegsschiff würde Kampfjets der Klassen15 Su-33 und MIG-29K und über zehn Kampfhelikopter der Klassen Ka-52K, Ka-27 und Ка-31 Helikopter transportieren. Nach Informationen des norwegischen Militärgeheimdiensts sollen die Schiffe aktuell auf dem Weg ins Mittelmeer sein. Russland hat eine Marinebasis in Arkhangelsk, das sich östlich von Norwegen befindet.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Politik
Politik „Machen Sie sich auf die Auswirkungen gefasst“: EU kündigt weitere Gegenmaßnahmen zu US-Zöllen an
03.04.2025

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat die Bürger der EU auf die bevorstehenden wirtschaftlichen Folgen...

DWN
Politik
Politik US-Finanzminister warnt vor Vergeltungszöllen: Eskalation könnte die Lage verschärfen
03.04.2025

US-Finanzminister Scott Bessent hat betroffene Länder vor einer schnellen Reaktion auf die jüngste Ankündigung von Präsident Donald...

DWN
Politik
Politik AfD-Kandidat erstmals ins Verfassungsgericht gewählt: Zweidrittelmehrheit im Thüringer Landtag
03.04.2025

Die AfD hat einen Kandidaten für den Thüringer Verfassungsgerichtshof durchgesetzt: Rechtsanwalt Bernd Falk Wittig wurde mit...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bewerbercheck: Dürfen Arbeitgeber frühere Chefs kontaktieren?
03.04.2025

Referenzen von ehemaligen Arbeitgebern können wertvolle Einblicke bieten – aber ist es rechtlich erlaubt, ohne Zustimmung des Bewerbers...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Sichere KI statt Datenleck: Das müssen Firmen beim Chatbot-Einsatz beachten
03.04.2025

KI-Chatbots sind im Mittelstand längst Alltag – doch oft fehlt es an Sicherheitsstandards. Der Hamburger KI- und Digitalisierungsexperte...

DWN
Panorama
Panorama Orban trifft Netanjahu in Budapest trotz Haftbefehl -und erklärt Rückzug aus Internationalen Strafgerichtshof
03.04.2025

Viktor Orbán ignoriert den Haftbefehl, den der Internationale Strafgerichtshof gegen Israels Premier erlassen hat – und heißt ihn in...

DWN
Politik
Politik Russlands Verzögerung der Verhandlungen könnte auch der Ukraine nützen
03.04.2025

Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über eine mögliche Waffenruhe oder Friedenslösung ziehen sich weiter hin. Während...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX aktuell: DAX-Kurs fällt nach Trumps Zollankündigung - wie sollten Anleger reagieren?
03.04.2025

Die erneute Zollankündigung von US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag die Aktienmärkte stark unter Druck gesetzt. Der DAX-Kurs...