Finanzen

Italien gerät unter Druck: Zinsen für Staatsanliehen über 6 Prozent

Lesezeit: 1 min
30.05.2012 11:48
Italien muss inzwischen wieder mehr als sechs Prozent Zinsen bieten, um auf dem Kapitalmarkt zehnjährige Staatsanleihen ausgeben zu können. Der Trend zeigt wieder in Richtung der sieben Prozent, die schon Silvio Berlusconi stürzen ließen.
Italien gerät unter Druck: Zinsen für Staatsanliehen über 6 Prozent

Für Italien wird es wieder teurer, seine Staatsschulden zu finanzieren. Die Zinsen für italienische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren steigen seit Mitte März fast ununterbrochen an. Nun muss Italien bereits 6,03 Prozent Zinsen zahlen, um Schulden auf dem Kapitalmarkt aufnehmen zu können.

Erst Anfang dieses Jahres waren die Zinsen für zehnjährige Anleihen wieder unter einen Wert von sechs Prozent gefallen. Im vergangenen November – kurz vor dem Scheitern der Regierung unter Silvio Berlusconi – war der Zinssatz für italienische Staatsanleihen zwischenzeitlich sogar auf über sieben Prozent geklettert.

Dieses kritische Niveau, das über einen längeren Zeitraum zur praktischen Zahlungsunfähigkeit führen würde, ist zwar noch entfernt, der Trend lässt aber einen weiteren Anstieg vermuten, sollte es Italien nicht gelingen, das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

DWN
Deutschland
Deutschland Teure Energie zwingt Deutschlands Industrie in die Knie

Bei den aktuellen Energiepreisen ist die deutsche Industrie international nicht wettbewerbsfähig. Große Teile der Produktion werden daher...

DWN
Politik
Politik England ist am Ende: Willkommen in der Realität!

Das British Empire gibt es schon länger nicht mehr, doch musste das in England bisher niemand zur Kenntnis nehmen. Elisabeth II...

DWN
Politik
Politik Italien: Investoren sehen einen Wahlsieg der Rechten gelassen

Italien steht vor einem möglichen Regierungswechsel. Doch die Kurse italienischer Anleihen deuten nicht auf eine Krise. Warum sind die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Europas unrealistische Forderungen gefährden LNG-Deals

Europas Politiker suchen dringend neue Gaslieferanten. Doch dabei stellen sie den potentiellen Partnern unrealistische Forderungen und...

DWN
Politik
Politik Brüssel strebt nach Kontrolle über Europas Unternehmen

Die EU-Kommission hat Pläne vorgelegt, wonach sie den Unternehmen Europas im Notfall vorschreiben darf, an wen sie ihre Produkte liefern...

DWN
Deutschland
Deutschland Warum der Gaspreis zuletzt gefallen ist und weiter fallen könnte

Nachdem Deutschland extreme Preise gezahlt hat, um seine Gasspeicher so schnell wie möglich zu füllen, gehen Nachfrage und Preise nun...

DWN
Politik
Politik Italien: Das Land steht vor einer Schicksalswahl

Italien wählt nach dem Aus von Mario Draghi ein neues Parlament. Dabei geht der Rechts-Block mit Spitzenkandidaten Giorgia Meloni als...

DWN
Deutschland
Deutschland Sanktionen gehen nach hinten los: Schwere Rezession in Deutschland und Europa

Einkaufsmanager-Indizes zeichnen das Bild eines signifikanten Einbruchs der Wirtschaftsleistung. Besonders betroffen ist Deutschland. Es...