Totale Kontrolle: Bezahlen soll über das Mobiltelefon erfolgen

Lesezeit: 1 min
18.09.2012 23:47
Auch die Venture Capital Unternehmen haben dem Bargeld den Kampf angesagt. Zahlungen über das Handy sollen es Steuerbehörden und staatlichen Kontrolleuren erleichtern, jeden Überweisung der Bürger zu überwachen. Ein US-Unternehmen, welches die Geldströme das Handy bündelt, erlebt einen steilen Aufstieg.

Bargeldloses Bezahlen wird nun auch mit dem massive Einsatz von Venture-Capital in den Markt gedrückt. Die neueste Form, ohne physisches Geld zu bezahlen, funktioniert über das Mobiltelefon. Das Smartphone aber auch Tablet-PCs sollen die Geldbörse ersetzen. Solche Entwicklungen sind für den Konsumenten in der Regel mit gravierenden Änderungen verbunden: Die Venture Capital Unternehmen fördern neue Technologien dann besonders gerne, wenn sie wissen, dass am Ende der Staat ein besonderes Interesse an der Umsetzungen haben wird - dann ist nämlich auch bei technischen Mängeln mit der Entstehung eines Markts zu rechnen. Im Vergleich zu Facebook sind die zu erwartenden Eingriffe jedoch viel gravierender: Hier geht es um die Abschaffung des Bargeldes. Wenn das Projekt erst einmal implementiert ist, gibt es für den Bürger kein zurück mehr: Er wird dann unwiderruflich gläsern, und das an einer besonders sensiblen Stelle: Beim Geld.

Erste Anzeichen für diesen Trend lassen sich bereits in den USA beobachten. Das US-Unternehmen Square ist dabei der vielversprechendste Entwickler. Alleine im vergangenen Jahr ist das Transfervolumen, das das Unternehmen abgewickelt hat, auf das Achtfache gestiegen: Von einer Milliarde Dollar auf acht Milliarden Dollar. Die Zahl der Mitarbeiter stieg innerhalb eines jahres von 150 auf 800. Dies berichtet die Financial Times.

Ein weiterer Hinweis auf die Zukunft dieses Trends ist, wie der Wert des Unternehmens eingeschätzt wird. Geldgeber und Technologieexperten sehen in dem Unternehmen offenbar einen Hoffnungsträger. Denn Kapitalgeber stellten Square kürzlich 341 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Das Unternehmen wird auf einen Marktwert von 3,25 Milliarden Dollar geschätzt.

Unter den Investoren sind auch etablierte Größen wie der Kreditkartenanbieter Visa oder ein Mitbegründer des sozialen Netzwerkes Twitter.

Der Ausbau des elektronischen Bezahlens bringt auch eine leichtere Überwachung der Geldströme mit sich. Unter dem Vorwand, gegen Steuerhinterziehung besser vorgehen zu können, wird so die Bevölkerung immer stärker überwacht. In Italien beispielsweise wurden im Zuge der Sparmaßnahmen Bargeldzahlungen über 1.000 Euro bereits verboten.



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