Deutschland

Telekom-Drosselung: Online-Petition erzwingt Debatte im Bundestag

Lesezeit: 1 min
25.05.2013 02:51
Innerhalb von nur fünf Tagen hat die Online-Petition zur Netz-Neutralität über 50.000 Befürworter gefunden. Damit ist die erste Hürde genommen. Der Bundestag muss sich nun mit dem Thema auseinandersetzen.
Telekom-Drosselung: Online-Petition erzwingt Debatte im Bundestag

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Das Vorhaben der Telekom, die Flatrate abzuschaffen und für Dienste mit hohen Datensätzen extra Geld zu verlangen, stößt auf massiven Widerstand. Diese Woche Dienstag startete eine entsprechende Online-Petition, die sich dagegen ausspricht. Bereits nach vier Tagen haben über 50.000 Bürger die Petition unterzeichnet.

Initiator der Petition zur Netz-Neutralität ist Johannes Scheller. Ziel der Petition ist es:

„Der Deutsche Bundestag möge ein Gesetz beschließen, das Internetanbieter ("Provider") verpflichtet, alle Datenpakete von Nutzern unabhängig von Ihrem Inhalt und Ihrer Herkunft gleich zu behandeln. Insbesondere sollen keine Inhalte, Dienste oder Dienstanbieter durch diese Provider benachteiligt, künstlich verlangsamt oder gar blockiert werden dürfen.“

Werde die Netzneutralität nicht gewahrt, „so besteht die Gefahr eines ‚Zwei-Klassen-Internets‘, in dem die Provider kontrollieren, auf welche Dienste und Inhalte Nutzer zugreifen können“, heißt es in der Begründung der Petition. Dies käme einer Zensur aus wirtschaftlichen Aspekten gleich.

Bis zum 18. Juni läuft die Petition. Doch mit über 57.000 Mitzeichnern muss der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages das Thema Netzneutralität behandeln. Der Initiator der Petition kann zudem das Anliegen der Petition in einer öffentlichen Ausschuss-Sitzung darlegen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Weniger Administration, mehr Fokus: Mit digitaler bAV-Verwaltung den nächsten Schritt gehen

Was macht einen Arbeitsplatz attraktiver als andere. Sicherlich mehr als nur das monatliche Gehalt. Langfristiges Denken kann sich für...

DWN
Politik
Politik „Es war ein Test“: ARD blendet live Hochrechnungen ein – zwei Tage vor der Wahl

Die ARD hat zwei Tage vor der Bundestagswahl Hochrechnungen zur Bundestagswahl während einer Quiz-Sendung live abspielen lassen. Später...

DWN
Politik
Politik Nach seinem schlechten Wahlergebnis: Wird Putin die Ukraine überfallen?

DWN-Kolumnist Ronald Barazon analysiert das Ergebnis der Wahlen in Russland und die sich daraus ergebenden Folgen.

DWN
Politik
Politik Die Kündigung des französisch-australischen U-Boot-Vertrags: Deutschlands Schwäche wird schonungslos offengelegt

DWN-Chefredakteur Hauke Rudolph legt dar, warum Frankreich der wirtschaftliche Verlierer des geplatzten U-Boot-Geschäfts ist - Deutschland...

DWN
Finanzen
Finanzen Das globale Geldsystem basiert auf Vertrauen … und Macht

Die Deutschen lieben Bargeld. Jedoch macht dieses nur einen kleinen Teil der im Umlauf befindlichen Geldmenge aus, rund 90 Prozent...

DWN
Finanzen
Finanzen China startet „Weltkrieg“ gegen dezentrale Kryptowährungen – andere Staaten werden folgen

China hat Transaktionen mit dezentralen Kryptowährungen für illegal erklärt. Dieser Vorstoß ist nicht selektiv zu betrachten, sondern...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Eine Energiewende ist nur mit Erdgas möglich

Mario Mehren, CEO von Wintershall Dea, plädiert an die Politik. Er macht deutlich, dass Erdgas ein zentraler Baustein für die...

DWN
Politik
Politik WHO empfiehlt deutlich strengere Grenzwerte für Luftschadstoffe

Die EU ist bei den Grenzwerten für Luftschadstoffe gemessen an den Standards der Weltgesundheitsorganisation kein Musterknabe. Jetzt...

DWN
Politik
Politik Australien: Proteste gegen Impfzwang und Lockdowns nehmen zu

Tausende Bauarbeiter in Melbourne haben in den vergangenen Tagen gegen den von der Provinzregierung verhängten Impfzwang protestiert. Die...