Politik

Entscheidung in Schottland: Barroso, Van Rompuy, Rasmussen sind zufrieden

Lesezeit: 1 min
19.09.2014 17:49
In Brüssel ist die Erleichterung nach dem schottischen Nein groß. Die EU hatte „nicht einmal einen Plan A“, wie mit einem unabhängigen Schottland umzugehen sei, sagt Parlamentspräsident Martin Schulz. Die internationalen Reaktionen im Überblick:

Mehr zum Thema:  
Europa >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Europa  

Der scheidende EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso begrüßt das „Nein“ Schottlands zur Loslösung von Großbritannien. „Das Ergebnis ist gut für ein einiges, offenes und stärkeres Europa, für das die EU-Kommission steht.“ Die Kommission begrüße zugleich die Tatsache, dass Schottlands Regierung und Bevölkerung wiederholt ihr Engagement für Europa bekräftigt habe.

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, ist mit dem Ergebnis zufrieden, da die EU „nicht einmal einen Plan A“ hatte, wie sie mit einem unabhängigen Schottland umgehen sollte.

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy respektiert „die willkommene Wahl der Schotten. Großbritannien ist ein wichtiges EU-Mitglied, so profitieren alle Bürger und Mitgliedstaaten“.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen äußert sich nach dem Ergebnis des Referendums erfreut, dass Großbritannien ein „vereinigtes Land“ bleibt.

Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy bezeichnet das Scheitern des Referendums als bestes Ergebnis für Europa. Mit der Entscheidung seien die „schlimmen wirtschaftlichen, sozialen, institutionellen und politischen Folgen einer Trennung von Großbritannien und Europa“ vermieden worden. In Spanien gibt es auch starke Unabhängigkeitsbestrebungen etwa der Katalanen und Basken.

Der britische Premierminister David Cameron stellt den Schotten mehr Befugnisse in Aussicht. Ein entsprechender Gesetzentwurf solle bis Januar veröffentlicht werden.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier begrüßt den Ausgang des Referendums: „Ich glaube, dass das eine gute Entscheidung für Schottland, Großbritannien und auch für Europa ist.“ Die Bundesregierung wünsche sich das Vereinigte Königreich als einen kraftvollen und engagierten Partner in Europa.

Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Peter Gauweiler meint, „Europa braucht mehr Schottländer“. Er begrüßt, ungeachtet der Niederlage, dass ein „übermächtiger Zentralstaat“ erstmals ernsthaft in Frage gestellt wurde.

Der britische Vorsitzende der Labour-Partei und Oppositionsführer, Ed Miliband, sagte, der „Wandel hat nicht heute geendet. Er beginnt heute“. Die Wähler in Schottland häten geziegt, dass das Land nur für eine kleine Elite an der Spitze funktioniert. Dies werde die Labour-Partei ernst nehmen.

Der britische Vize-Premierminister Nick Clegg zeigt sich „absolut erfreut“, dass die Schotten sich gegen die Unabhängigkeit entschieden haben.

Der Chef der schottischen Nationalisten, Alex Salmond, sagt, Schottland habe entschieden, dass es kein unabhängiges Land werde. Er akzeptiere die Niederlage.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Europa >

Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Halbzeit Urlaub bei ROBINSON

Wie wäre es mit einem grandiosen Urlaub im Juni? Zur Halbzeit des Jahres einfach mal durchatmen und an einem Ort sein, wo dich ein...

DWN
Politik
Politik Ampel-Regierung bringt Reform des Klimaschutzgesetzes und Solarpaket auf den Weg
15.04.2024

Mehr Solarkraft und neue Leitlinien beim Klimaschutz: SPD, Grüne und FDP haben sich auf eine Reform des umstrittenen Klimaschutzgesetzes...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Marktflaute bei E-Autos: Tesla plant massiven Stellenabbau
15.04.2024

Nach Jahren des schnellen Wachstums hat sich Markt für Elektroautos deutlich abgekühlt. Nun will Tesla-Chef Elon Musk im großen Stil...

DWN
Politik
Politik Angriff auf Israel: Warum die Revolutionsgarde im Iran eine große Gefahr ist
15.04.2024

Der massive Raketen- und Drohnenangriff aus dem Iran auf Israel markiert einen Wendepunkt im langjährigen Konflikt der beiden Länder. Was...

DWN
Finanzen
Finanzen Kurz vor dem nächsten "Halving": Wie geht es mit dem Bitcoin weiter?
15.04.2024

Der Bitcoin hat in diesem Jahr eine rasante Rally hingelegt. Die bevorstehende Halbierung des täglich neugeschöpften Bitcoin-Angebots...

DWN
Politik
Politik Bundestagswahl 2025 bei den Grünen: Habeck, Baerbock oder keine(r)?
15.04.2024

Die Debatte über die Spitzenposition bei den Grünen ist entbrannt. Doch bislang ist nicht einmal klar, ob die Partei bei der nächsten...

DWN
Politik
Politik Verkehrssektor verfehlt Klimaziele deutlich
15.04.2024

Die Klimaziele im Verkehrsbereich wurden erneut deutlich verfehlt. Die CO2-Emissionen müssten laut den politischen Vorstellungen so stark...

DWN
Politik
Politik Marktverzerrungen? Scholz fordert fairen Wettbewerb in China
15.04.2024

Deutsche Firmen klagen seit Jahren über einen verzerrten Wettbewerb auf dem chinesischen Markt. Die Elektroauto-Industrie steht im Fokus....

DWN
Technologie
Technologie Photovoltaik auf dem Dach: “Diese Anlagen weisen keine attraktiven Renditen auf”
15.04.2024

Die Solarbranche verspricht hohe Renditen mit Photovoltaik. Doch laut kritischen Finanzexperten lohnen sich die Anlagen für viele...