Politik

Gegen die USA: China und Russland vereinbaren Militär-Allianz

Lesezeit: 1 min
19.11.2014 23:38
China und Russland haben vereinbart, ihre bilaterale militärische Zusammenarbeit zu stärken. Zudem werden künftig gemeinsame Marine-Übungen abgehalten, um den Einfluss der USA in der Region Asien-Pazifik zu begrenzen. Kritiker warnen vor einem „neuen Kalten Krieg“.
Gegen die USA: China und Russland vereinbaren Militär-Allianz

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Bei einem Besuch in Peking, wo er seinem chinesischen Amtskollegen und Premier Li Keqiang traf, sagte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu, beide Seiten „sorgen sich wegen der Versuche der USA, ihren militärpolitischen Einfluss in der Region Asien-Pazifik zu stärken.“

Daher habe die Zusammenarbeit im militärischen Bereich ein großes Potenzial. Die russische Seite sei bereit, diese in einem möglichst breiten Spektrum zu erweitern, zitiert die FT den russischen Minister. „Wir sehen die Bildung eines gemeinsamen regionalen Sicherheitssystems als das vorrangige Ziel unserer gemeinsamen Arbeit.“

Die russische Delegation spricht von einer Parallele zwischen den Demonstrationen in Hongkong und den sogenannten „farbigen Revolutionen“ in ehemaligen Sowjetstaaten, einschließlich der Ukraine. China und Russland sehen hier die USA und ihre Verbündeten in der Verantwortung.

Russlands stellvertretender Verteidigungsminister Anatoli Antonow, machte Andeutungen, dass Russland bereit wäre, Peking bei der Bekämpfung der Hongkong-Proteste zu unterstützen.

„Wir haben Kenntnis von den Ereignissen, die vor kurzem in Hongkong stattgefunden haben und beide Minister räumen ein, dass sich kein Land gegen farbigen Revolutionen sicher fühlen kann,“ so Antonov laut russischen Medien. „Wir glauben, dass Russland und China zusammenarbeiten sollen, um dieser neuen Herausforderung für die Sicherheit unserer Staaten etwas entgegenzusetzten.“

Vereinbart wurden gemeinsam See-Manöver: Im Frühling 2015 im Mittelmeer gefolgt von weiteren Marineübungen im Pazifik. Im August dieses Jahres hielten beide Länder bereits ein umfangreiches Militär-Manöver ab, im Mai fand eine Marine-Übung im Ostchinesischen Meer statt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft China gegen die USA: Kampf um die größten Erdöl-Reserven der Welt

Venezuela hat die größten Erdölreserven weltweit. Bisher hat der Westen das Land eher gemieden. Durch die Ölknappheit könnte Venezuela...

DWN
Politik
Politik „Wir haben Instrumente“: Von der Leyen droht Italien vor Rechtsruck

EU-Präsidentin Ursula von der Leyen sorgt mit ihren Aussagen in Italien für Empörung. Zahlreiche italienische Politiker fordern ihren...

DWN
Deutschland
Deutschland Angst vor Blackouts: Berlin hält Abschaltung der Stromversorgung für vertretbar

Die Berliner Bürgermeisterin Franziska Giffey hält es für vertretbar, dass in einer Notlage in manchen Stadtteilen der Strom...

DWN
Deutschland
Deutschland Teure Energie zwingt Deutschlands Industrie in die Knie

Bei den aktuellen Energiepreisen ist die deutsche Industrie international nicht wettbewerbsfähig. Große Teile der Produktion werden daher...

DWN
Politik
Politik Iran: Atom-Abkommen in weiter Ferne

Die Wiederbelebung des Atom-Abkommens (JCPOA) steht in der Schwebe. Die iranische Führung ist innenpolitisch massiv unter Druck geraten.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Energie-Krise: Leuchtreklamen vor dem Aus

Um auf den drohenden Strommangel vorbereitet zu sein, gibt es in Europa unterschiedliche Ansätze. Die Schweiz diskutiert über das...

DWN
Finanzen
Finanzen Der US-Häusermarkt bricht ein – aber langsamer als gedacht

Die Zinsen für Hypotheken steigen in den Staaten so rasant, wie seit 50 Jahren nicht mehr. Jedoch gibt es eine Besonderheit in den USA,...

DWN
Politik
Politik England ist am Ende: Willkommen in der Realität!

Das British Empire gibt es schon länger nicht mehr, doch musste das in England bisher niemand zur Kenntnis nehmen. Elisabeth II...