Ukrainische Notenbank erhöht Leitzins auf 19,5 Prozent

Die ukrainische Notenbank hat ihren Leitzins um 5,5 Prozentpunkte erhöht. So soll der Geldmarkt wieder stabilisiert werden. Dem Land fehlt der Zugang zu den internationalen Finanzmärkten.

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Die ukrainische Notenbank (NBU) will bis Freitag den Leitzins (Diskontsatz) um 5,5 Prozent auf 19,5 Prozent erhöhen. Durch diesen Schritt wollen die Währungshüter die steigende Inflation eindämmen und den Geldmarkt stabilisieren. Die Inflation soll im aktuellen Jahr voraussichtlich ein Niveau von 17,2 Prozent erreichen.

Im vergangenen Dezember lag die Inflation bei 24,9 Prozent, berichtet CNBC. Der Tages-Refinanzierungssatz soll von 17,5 Prozent auf 23 Prozent erhöht werden. Die Notenbank erwartet, dass das BIP um 6,7 Prozent schrumpfen wird. Die NBU kämpft seit Beginn des Ukraine-Konflikts mit Zinserhöhungen gegen den Verfall der Landeswährung Hrywnja.

Die Wirtschaftskrise wird durch die Kämpfe im Osten des Landes immer mehr verschärft. Zudem fehlt es dem Land an Zugang zu den internationalen Finanzmärkten. „Auf dem Markt herrscht wegen der anhaltenden Kämpfe weiter Panik“, sagte NBU-Chefin Valeria Gontarewa.

Nach Angaben der NBU sind die Gold- und Devisenreserven der Ukraine bis Januar um 2,433 Milliarden Dollar auf 7,533 Milliarden Dollar zurückgegangen. Das entspricht einem Rückgang von 24,413 Prozent.

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