Podemos-Kandidatin erobert Bürgermeister-Posten von Madrid

In Madrid wurde die parteilose Juristin Manuela Carmena zur Bürgermeisterin gewählt. Die Hauptstadt Spaniens war seit einem Vierteljahrhundert in konservativer Hand gewesen.

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Madrid hat zum ersten Mal seit 24 Jahren ein Stadtoberhaupt aus dem Lager der Linken. Die parteilose Juristin Manuela Carmena wurde am Samstag vom Stadtrat zur neuen Bürgermeisterin der spanischen Hauptstadt gewählt. Die 71-jährige pensionierte Richterin erhielt die Stimmen des Bündnisses Ahora Madrid (Jetzt Madrid), dem die Linkspartei Podemos (Wir können) angehört, und der Sozialisten (PSOE). Die Stadt war seit 1991 von der konservativen Volkspartei (PP) regiert worden.

Die Partei des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy hatte bei den Kommunalwahlen am 24. Mai drastische Stimmeinbußen erlitten und damit an Macht verloren. Am Samstag traten im ganzen Land mehr als 8100 Stadt- und Gemeinderäte zu ihren konstituierenden Sitzungen zusammen und wählten ihre Bürgermeister.

Die PP, die bisher in 35 der 52 Provinzhauptstädten regiert hatte, musste in etwa der Hälfte der Metropolen die Macht abgeben. Dazu gehörten – neben Madrid – Städte wie Valencia, Sevilla, Saragossa, Cádiz und Palma de Mallorca. Von den zehn größten Städten Spaniens stellt die PP nur noch in zwei die Bürgermeister. Dies sind Málaga im Süden und Murcia im Südosten des Landes.

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