Im freien Fall: Verluste belasten Beate-Uhse-Anleihen

 

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03.12.2015 10:34
Aufgrund diverser Gewinnwarnungen und den Verlusten im vergangenen Quartal ziehen sich die Investoren immer stärker aus der Mittelstands-Anleihe zurück. Nach dem ersten Abwärtstrend hat sich der Kursverfall noch einmal beschleunigt. Die Digitalisierung und Wechselkursschwankungen stellen den Konzern weiterhin vor große Herausforderungen.
Im freien Fall: Verluste belasten Beate-Uhse-Anleihen
Seit Beginn des Jahres verliert die Mittelstandsanleihe an Wert. (Grafik: ariva.de)

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Es scheint fast, als hätte Beate Uhse den Absprung nicht geschafft. Seit dem vergangenen Jahr kann das Unternehmen nur mehr negative Nachrichten wie Gewinnwarnungen und Quartalsverluste bekanntgeben. Das hat auch extreme Auswirkungen auf die eigentlich als stabil geltende Mittelstandsanleihe. Allein in den vergangenen zwei Wochen hat sich der Anleihekurs mehr als halbiert. Am Dienstag war der Kurs noch einmal um sieben Prozent eingebrochen.

Das boomende Online-Geschäft scheint dem Erotikunternehmen immer mehr Marktanteile streitig zu machen. Im Zeitraum von Juli bis September dieses Jahres sank der Umsatz von 35,3 Millionen Euro auf 30,6 Millionen Euro. „Ursächlich hierfür ist insbesondere, dass die Umsetzung der neuen Markenausrichtung im B2C-Bereich mehr Zeit erfordert als erwartet“, heißt es im aktuellen Quartalsbericht. „Zeitgleich gingen die Umsätze  im klassischen Kataloggeschäft schneller zurück als geplant.“

So lag das Ergebnis vor Steuern und Zinsen für Beate Uhse im dritten Quartal bei Minus 4,5 Millionen Euro. Daraufhin wurden weitere Sparmaßnahmen eingeführt, die jedoch bisher die Anleger nicht besänftigen konnten. Schließlich dauert der Abwärtstrend schon seit einiger Zeit an. In den ersten neun Monaten des Jahres lag das Minus sogar insgesamt bei 7,2 Millionen Euro. Der Rückzug des Vorstandsvorsitzenden Serge van der Hooft von Mitte September sorgte ebenfalls für Unruhe.

Und noch vor dem Quartalsgewinn sprach der Konzern zudem eine Gewinnwarnung für dieses Jahr aus:

„Prognostiziert wurde ein Umsatz zwischen 134 Mio. Euro und 139 Mio. Euro sowie ein Gewinn (EBIT) zwischen 2 Mio. Euro bis 5 Mio. Euro. Nunmehr geht der Vorstand davon aus, dass auch die niedrigeren Prognosewerte in Höhe von 134 Mio. Euro (Umsatz) bzw. 2 Mio. Euro (EBIT) nicht erreicht werden.“

Auch hier wurden Wechselkursschwankungen und die schleppende Etablierung des B2B-Bereichs als Ursachen angeführt. Beate Uhse hat in diesem Punkt den Tipping Point verpasst und muss nun zusehen, wieder Marktanteile zurückgewinnen zu können.


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