Dow Jones nach Trump-Sieg auf neuem Allzeit-Hoch

Der amerikanische Aktienindex Dow Jones hat am Donnerstag ein neues Allzeithoch erreicht. Monatelang hatten die meisten Beobachter schweren Verwerfungen im Falle eines Trump-Sieges prognostiziert.

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Nach dem Wahlsieg von Donald Trump ist der US-Aktienindex Dow Jones am Donnerstag bei Handelsbeginn auf ein neues Rekordhoch gestiegen, berichtet AFP. Der Index stieg in den ersten 25 Handelsminuten um 0,9 Prozent oder 120 Punkte auf 18.757,78 Punkte. Analysten erklärten den Kursanstieg mit Hoffnungen von Anlegern, eine Trump-Regierung in Washington werde strenge Regulierungen für Banken oder Pharmafirmen aufweichen und massiv in die Infrastruktur investieren.

So sprang der Kurs der Bank JP Morgan am Donnerstag um 4,7 Prozent nach oben. Die Aktie des Pharmaunternehmens Pfizer gewann 0,3 Prozent, der Baumaschinenhersteller Caterpillar 2,7 Prozent. Dazu kamen gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt – die Kaufhausketten Macy’s und Kohl’s profitierten mit starken Kursaufschlägen, ebenso das Bekleidungsunternehmen Ralph Lauren oder
die Fast-Food-Kette Shake Shack.

Der Technologie-Index Nasdaq ging ebenfalls hoch, und zwar um 0,7 Prozent auf 5287,53 Punkte. Auch der breiter aufgestellte S&P 500 kletterte um 0,7 Prozent auf 2177,75 Punkte.

Die Entwicklung ist überraschend – während des Wahlkampfes waren die Kurse in den USA bei Vorteilen für die demokratische Kandidatin Hillary Clinton stets gestiegen und bei verbalen Entgleisungen Trumps gesunken. Clinton war als Garantin für eine stabile Entwicklung betrachtet worden; Trump stand für Unsicherheit.

Der Dow Jones war schon am Mittwoch im Plus gestartet. Die Kurse an den Börsen in Asien und Europa waren dagegen nach dem überraschenden Sieg Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl in einem ersten Schock nach unten gesackt; in Europa erholten sie sich aber schnell. Der Deutsche Aktienindex etwa schloss am Mittwoch im Plus und stieg am Donnerstag weiter.

In Asien drehten die Börsen am Donnerstag ebenfalls ins Plus; der Nikkei in Japan etwa stieg um 6,72 Prozent. Auch in China stiegen die Kurse. Für steigende Kurse könnten auch abfällige Äußerungen Trumps über die Chefin der Zentralbank, Janet Yellen, sorgen. Am Tag, an dem die Fed die Leitzinsen erhöhe, „werden einige sehr schlimme Dinge passieren“, sagte er. Die US-Notenbank hatte in ihrer letzten Leitzinsentscheidung vor der Wahl auf Änderungen verzichtet – der Leitzins liegt weiterhin bei 0,25 bis 0,50 Prozent. Viele Experten rechneten seitdem damit, dass die Zinserhöhung im Dezember
erfolgt. Das hat sich mit dem Sieg Trumps geändert. Steigende Zinsen machen alternative Anlagemöglichkeiten gegenüber Unternehmensaktien attraktiver.

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