Russland und Syrien drängen Söldner in Aleppo weiter in die Defensive

In der syrischen Metropole Aleppo rückt die Armee von Präsident Baschar al-Assad immer weiter vor.

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In der syrischen Metropole Aleppo rückt die Armee von Präsident Baschar al-Assad immer weiter vor. Die internationalen und islamistischen Söldner würden von mindestens acht Seiten aus angegriffen, meldet Reuters unter Berufung auf die den Muslimbrüdern nahestehende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Angaben dieser Informationsstelle sind allerdings nicht unabhängig zu verifizieren. Mehr als 60 Prozent des zuvor von den Söldnern eroberten Ostteils der Stadt hätten die Regierungstruppen und die mit ihnen verbündeten Milizen bereits zurückerobert. Die Armee geht davon aus, dass die vollständige Einnahme der Stadt nur noch eine Frage von Wochen ist. Erste Einwohner, die zu Anfang des Krieges aus dem Osten Aleppos in den von der Regierung kontrollierten Westteil der Stadt geflohen waren, kehrten in zurückeroberte Bezirke zurück. Sie waren vor den Söldnern in den von der syrischen Armee kontrollierten Teil der Stadt geflohen.

Russland und die USA wollen die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges in Genf wieder aufnehmen.

Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura geht davon aus, dass sich noch mehr als 100.000 Einwohner im umkämpften Osten der Stadt aufhalten.

Ungeachtet der Rückschläge geben sich die Söldner unnachgiebig und wiesen Avancen zurück, aus der belagerten Stadt abzuziehen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte erklärt, Russland sei bereit, mit den USA über einen Abzug der verbliebenen Kämpfer in Aleppo zu verhandeln. Ein namentlich nicht genannter Söldner-Chef lehnte dies nach Rücksprache mit anderen Kommandeuren aber ab. „Wir können unsere Stadt, unsere Häuser nicht den Söldner-Milizen überlassen, die das Regime in Aleppo mobilisiert hat“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Dies habe man auch den Amerikanern übermittelt. Die Söldner werden von den mit dem Westen verbündeten Golf-Staaten finanziert und unterstützt.

Vertreter Russlands und der Söldner verhandeln in der Türkei über mögliche Hilfslieferungen für die Zivilbevölkerung. Bisher hatten es die Söldner abgelehnt, den Hilfsorganisationen sicheres Geleit zu gewähren. Die Söldner haben Teile der Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilde eingesetzt.

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