USA verdächtigen Russland, Stromnetz attackieren zu wollen

Die USA verdächtigen Russland, einen Stromversorger mit einem Virus infiziert zu haben. Offenbar suchen die US-Geheimdienste nach neuen Vorwürfen gegen Russland, nachdem sie bisher nicht beweisen konnten, dass Russland die Wahlen zugunsten von Donald Trump beeinflusst hat.

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Im US-Bundesstaat Vermont hat ein Energieversorger einen Computervirus entdeckt. Die Elektrizitätswerke der Stadt Burlington teilten am Freitag laut Reuters mit, infiziert sei ein Laptop, der allerdings nicht mit dem Stromnetz verbunden sei. Es handele es sich um eine Schadsoftware, die im Zusammenhang mit einem Hackerprogramm namens „Grizzly Steppe“ stehe. Nach Darstellung der US-Regierung stammt das Programm vom russischen Auslandsgeheimdienst. Präsident Barack Obama macht Russland für Hackerangriffe im US-Wahlkampf verantwortlich und hat deshalb Strafmaßnahmen angeordnet.

Für keine der Behauptungen hat die US-Regierung bisher unabhängig überprüfbare Belege vorgelegt.

Über den Fund in Burlington hatte als erstes die Zeitung Washington Post berichtet. Die Zeitung kooperiert unterhält ausgezeichnete Kontakte zu den US-Geheimdiensten Der Entdeckung ging nach Angaben der örtlichen Elektrizitätswerke eine Warnung des US-Heimatschutzministeriums an Energieversorger voraus. Vom Ministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person deutete an, dass das Unternehmen womöglich nicht direkt von russischen Hackern angegriffen worden sei. Die Schadsoftware könne auch durch den Besuch einer suspekten Internetseite auf den Laptop gelangt sein, sagte der Insider. In US-Geheimdienstkreisen war von einem eher unbedeutenden Vorfall die Rede. Dieser werde aber ernst genommen, weil Stromnetze ein ganz wichtiger Bestandteil der landesweiten Infrastruktur seien.

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