Erdogan erleidet Schwächeanfall bei Moschee-Besuch

Der türkische Präsident Erdogan hat einen Schwächeanfall erlitten.

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Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan verlässt nach einem Gebet zum Eid Al-Fitr am 25.06.2017 eine Moschee in Istanbul. (Foto: dpa)

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan verlässt nach einem Gebet zum Eid Al-Fitr am 25.06.2017 eine Moschee in Istanbul. (Foto: dpa)

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Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat laut türkischen Medienberichten eine Schwächeanfall bei einem Besuch einer Moschee zum Ende des Ramadan erlitten. Der Präsident musste auf eine Trage gelegt werden. Der Anfall soll die Folge seiner Diabtes-Erkrankung sein. Er wurde nach dem Vorfall in ein Krankenhaus zur Untersuchung gebracht.

Erdogan sagte später laut dpa, er habe in der Moschee Kreislaufprobleme gehabt. Es ginge ihm aber gut und er setze sein Tagesprogramm wie geplant fort. Türkische Medien hatten zuvor berichtet, Erdogan habe einen Schwächeanfall erlitten und sei in der Moschee von seinen mitreisenden Ärzten behandelt worden. Am Sonntag ging der Fastenmonat Ramadan in der Türkei zu Ende

Erdogan hat die Forderung arabischer Staaten nach einem Ende der militärischen Kooperation seines Landes mit Katar als «Respektlosigkeit» bezeichnet. «Wenn wir mit irgendeinem Land ein Verteidigungsbündnis abschließen, fragen wir etwa jemanden um Erlaubnis?», sagte Erdogan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag vor Journalisten in Istanbul nach dem Verlassen einer Moschee.

Weiter sagte Erdogan, die Türkei sei kein gewöhnlicher Staat. «Deswegen ist ein Ansatz, wie von der Türkei den Abzug der Soldaten zu verlangen, auch gegen die Türkei eine Respektlosigkeit», sagte Erdogan. Die Übermittlung der Forderungsliste an Katar verstoße zudem gegen internationales Recht.

In der diplomatischen Krise mit Katar hatten Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate am Donnerstag eine Forderungsliste mit 13 Punkten an Doha übergeben. Die Vorgaben verlangen unter anderem, dass das Emirat die Beziehungen zum Iran einschränkt, den Sender Al-Dschasira schließt und die militärische Kooperation mit Ankara beendet.

Die Türkei unterhält eine Militärbasis in Katar, die Teil eines Verteidigungsabkommens aus dem Jahr 2014 ist. Erst kürzlich hatte das Parlament in Ankara einen Ausbau der Zusammenarbeit und eine Stationierung zusätzlicher Truppen beschlossen. Erdogan ist ein enger Verbündeter der Führung Katars, pflegt allerdings auch gute Beziehungen zu anderen Golfstaaten. Allerdings ist das Verhältnis zu Saudi-Arabien seit der Katar-Krise gespannt.

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