Hurrikan Irma erreicht Florida, schwere Schäden in Kuba

Hurrikan Irma erreicht Florida. Auf Kuba und zahlreichen anderen Inseln verursachte der Sturm schwere Verwüstungen.

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Starke Wellen schlagen am späten Abend des 09.09.2017 an den Malecon, die berühmte Uferpromenade in Havana, Kuba. (Foto: dpa)

Starke Wellen schlagen am späten Abend des 09.09.2017 an den Malecon, die berühmte Uferpromenade in Havana, Kuba. (Foto: dpa)

Während des Hurrikans «Irma» sind in Florida mehrere Menschen ums Leben gekommen. Wie der Sender ABC in Florida meldete, starben am Sonntagmorgen (Ortszeit) drei Menschen bei vom Wetter mitverursachten Verkehrsunfällen.

Auf den Florida Keys im Bezirk Monroe County starb ein Mann. Er hatte im Sturm die Kontrolle über seinen Lastwagen verloren, zitierte der Sender das Büro des örtlichen Sheriffs. Der Fahrer hatte demnach einen Generator transportiert. Auch die beiden anderen Toten seien bei Autounfällen ums Leben gekommen, so der Sender.

Das Zentrum des Hurrikans «Irma» hat die Südspitze Floridas erreicht. Nach Angaben von US-Meteorologen zog der Hurrikan der zweithöchsten Kategorie vier am frühen Sonntagmorgen über die Inselkette der Florida Keys hinweg. Der Sturm ist besonders groß und extrem gefährlich. Er droht katastrophale Schäden anzurichten.

Der Kurs von «Irma» hat sich weiter leicht westwärts verändert und sollte in seinem Kern etwas vor der Küste entlang ziehen. Meteorologen machten deutlich, dass das für die Küstenbewohner eine schlechte Nachricht sei, schaufele der Sturm so doch mehr Wasser auf die Küste. Von Fort Myers bis hoch nach Tampa bereiteten sich die verbliebenen Menschen auf das Schlimmste und bis zu 4,5 Meter hohe Sturmfluten vor.

Weil «Irma» so groß ist, werden auch auf der Ostseite Floridas schwere Schäden und Überflutungen erwartet. Für Miami und andere Gebiete auf dieser Seite gilt keinerlei Entwarnung, nur weil «Irmas» Zug auf der Halbinsel weiter westlich liegt als zunächst angenommen. Fernsehbilder aus Miami zeigten Reporter, die sich im Wind kaum auf den Beinen halten konnten.

Auch in den benachbarten Bundesstaaten wurde der Notstand ausgerufen. Für einige Gebiete im Süden von Georgia galten Hurrikan-Warnungen. In Alabama mobilisierte Gouverneur Kay Ivey vorsorglich die Nationalgarde.

Der Sturm hatte zuvor in der Karibik eine Schneise der Verwüstung gezogen. Schwere Schäden gab es unter anderem auf den Inseln Barbuda, Saint-Martin, Saint-Bartélémy, sowie die Jungferninseln. Rupert Jones, der frühere Justizminister von Anguilla, hat die Wirkung des Sturms auf einem Video festgehalten (drittes Video von oben).

Am Samstag traf «Irma» in Kuba auf Land. Die Parteizeitung «Granma» meldete schwere Sachschäden, Stromausfälle und Überschwemmungen in den Küstengebieten. Wellen erreichten eine Höhe von neun Metern oder mehr, Sturmfluten spülten Meerwasser 500 Meter landeinwärts, berichtete der staatliche Wetterdienst. Hunderttausende Menschen hatten sich vor dem Sturm in Sicherheit gebracht. Der russische Präsident Putin bot Kuba seine Hilfe bei den Notmaßnahmen und für den Wiederaufbau an.

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