US-Armee führt mehrere Manöver in Ostasien durch

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
Manöver  
Asien  
Marine  
China  
USA  
 
Lesezeit: 2 min
11.10.2017 11:28
Einheiten der US-amerikanischen Marine und der Luftwaffe haben mehrere Manöver in der Nähe Nordkoreas und Chinas durchgeführt.
US-Armee führt mehrere Manöver in Ostasien durch

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Manöver  
Asien  
Marine  
China  
USA  

Mit einem nächtlichen Flugmanöver über der koreanischen Halbinsel haben die USA mit ihren Verbündeten Südkorea und Japan eine neue Warnung an Nordkorea ausgesandt. Zwei B-1B-Überschallbomber der US-Luftwaffe seien in der Nacht zu Mittwoch zunächst über das Meer vor der Ostküste geflogen und hätten dann die Halbinsel überquert, teilten die US-Pazifikstreitkräfte am Mittwoch mit, wie AFP berichtet. Bei diesem ersten gemeinsamen nächtlichen Flugmanöver habe das „taktische Können“ der Kampfflieger aller drei Länder trainiert werden sollen.

Aus Südkorea verlautete, die Übung habe sich direkt gegen die Regierung in Pjöngjang gerichtet. Die Verbündeten hätten damit „ihre Entschlossenheit zu einer starken Vergeltung gegenüber den Atom- und Raketendrohungen Nordkoreas demonstriert“, erklärte der Generalstab in Seoul. „Diese Übung war Teil eines Routine-Trainings, um die Abschreckung zu stärken.“

Nahezu zeitgleich zu dem Militärmanöver traf sich US-Präsident Donald Trump mit seinen Beratern, um über die Optionen seines Landes im Nordkorea-Konflikt zu sprechen. Trump wurde von Verteidigungsminister James Mattis und Generalstabschef Joseph Dunford sowie weiteren Mitgliedern seines nationalen Sicherheitsteams über die Optionen der USA unterrichtet.

Am Mittwoch führte zudem der Flugzeugträger „USS Ronald Reagan“ zusammen mit japanischen Kriegsschiffen Übungen im Ostchinesischen Meer in der Nähe der japanischen Insel Okinawa und südlich von Taiwan durch, berichtet der englischsprachige Dienst von Reuters.

Am Dienstag war ein US-Kriegsschiff Insidern zufolge zudem an Inseln im Südchinesischen Meer vorbeigefahren, die China für sich beansprucht, berichtet Reuters. In der Nähe der Paracel-Inseln seien Manöver abgehalten worden, sagten drei mit den Vorgängen vertraute Personen aus den USA der Nachrichtenagentur Reuters. Die Operation war dem englischsprachigen Dienst von Reuters zufolge die vierte Durchfahrt von Kriegsschiffen im Südchinesischen Meer, seit Trump Präsident wurde. Im Gegensatz zum letzten Manöver im August habe die USS Chafee, ein Zerstörer, jedoch nicht die international anerkannte 12-Seemeilen-Zone um die Paracel-Inseln durchquert.

China sieht seine Souveränität und Sicherheit durch das Manöver des US-Kriegsschiffs im Südchinesischen Meer verletzt. Die Volksrepublik wende sich entschieden gegen den US-Einsatz, erklärte das Verteidigungsministerium am Mittwoch. Die USA würden aufgefordert, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um den Fehler zu korrigieren. Zugleich kündigte das Ministerium an, die Marine und die Luftwaffe des Landes zu stärken.

Im November wird Trump erstmals nach Asien reisen und unter anderem China besuchen. Er drängt das Land dazu, eine stärkere Rolle im Atomkonflikt mit Nordkorea einzunehmen. Über die Gebietsansprüche im Südchinesisches Meer sind sich die Staaten seit langem uneinig. In der Vergangenheit hat China stets US-Operationen in der Region kritisiert und erklärt, sie verstießen gegen die Souveränität Chinas und gefährdeten die Sicherheit. Neben China erheben auch Malaysia, Taiwan, Vietnam, die Philippinen und Brunei Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer.


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Querelen ohne Ende: Polen greift Russland erneut wegen Nordstream 2 an

Der Bau der Gasleitung Nordstream 2, den Deutschland gemeinsam mit Russland plant, kommt nie zur Ruhe. Jetzt attackiert wieder Polen das...

DWN
Politik
Politik Regierungskrise zieht auf: US-Gouverneure weigern sich, Trump mit Truppen zu unterstützen

Die Gouverneure mehrerer amerikanischer Bundesstaaten haben die Aufforderung von Präsident Trump, Truppen zur Verstärkung nach Washington...

DWN
Technologie
Technologie Umstrittene Studie: Auto-Konzerne profitieren von fehlendem Kosten-Bewusstsein der Autofahrer

Laut einer wissenschaftlichen Studie schätzen Autofahrer die Kosten, die ihr Fahrzeug produziert, völlig falsch ein.

DWN
Politik
Politik Golfstaaten erleben die schlimmste Wirtschaftskrise ihrer Geschichte

Die Golfstaaten stehen vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Der Petro-Dollar wirkt aufgrund des Ölpreisverfalls nicht mehr. Die Saudis hatten...

DWN
Politik
Politik Frankreich ist dran: Anti-Rassismus-Proteste in Paris, Polizei setzt Tränengas ein

In Paris haben Tausende von Menschen am Dienstagabend gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstriert. Der Protest in Paris war von der...

DWN
Politik
Politik Terrorismus: Das FBI ermittelt gegen die Antifa

US-Generalstaatsanwalt William P. Barr hat verkündet, dass das FBI und die Generalstaatsanwaltschaft gegen die Antifa aufgrund des...

DWN
Finanzen
Finanzen Golfstaaten stehen vor dem Bankrott: Oman kann kaum noch seine Stromrechnung bezahlen

Der Oman hat sowohl seine Wasser- als auch sein Stromrechnung aus finanziellen Gründen mit Verspätung beglichen.

DWN
Politik
Politik Sachsen: CDU gegen Erhöhung von GEZ-Gebühren, SPD und Grüne dafür

Die CDU-Fraktion in Sachsen-Anhalt lehnt eine Erhöhung der GEZ-Gebühren, die mittlerweile Rundfunkgebühren genannt werden, ab. Doch die...

DWN
Politik
Politik Militäreinsatz im Inland: Pentagon erteilt Trump eine Absage

Beamte des US-Verteidigungsministeriums sagen, dass ein Militäreinsatz im Inland zur Niederschlagung der Proteste nicht in Frage komme....

DWN
Politik
Politik Droht in den USA ein gewaltsamer Umsturz?

Eine renommierte US-Moderatorin meint, dass die gewaltsamen Proteste in den USA ausschließlich auf den Sturz der Trump-Regierung abzielen...

DWN
Politik
Politik Anti-Hass-Gesetz: Facebook und Twitter müssen IP-Adressen dem BKA melden

Dem „Gesetz gegen Rechtsextremismus und Hasskriminalität“ zufolge müssen Twitter und Facebook strafbare Inhalte künftig dem BKA...

DWN
Politik
Politik Grenell tritt als US-Botschafter in Deutschland zurück

Zwei Jahre war Richard Grenell der wichtigste Mann von US-Präsident Donald Trump in Europa. Jetzt hat er seinen Posten als US-Botschafter...

DWN
Politik
Politik Corona: Massenausbruch in Göttingen, alle Schulen werden geschlossen

In Göttingen werden alle Schulen wegen eines Massenausbruchs des Coronavirus geschlossen.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lufthansa braucht zeitweise den Vater Staat, aber keinen langfristigen Übervater

Es ist völlig in Ordnung, wenn Vater Staat verhindert, dass die Lufthansa flügellahm wird. Doch problematisch wird es, wenn der Staat...

celtra_fin_Interscroller