Handel: Laden-Diebstähle werden in Deutschland professionell organisiert

Der Handelsverband Deutschland kritisiert zu schwache Strafen für die zunehmende Zahl an Ladendiebstählen.

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Eine Darstellung der Laden-Diebstähle. (Foto: dpa)

Eine Darstellung eines Ladendiebstahls. (Foto: dpa)

Der Handel fordert härtere Strafen für Laden-Diebstähle. Die Mindeststrafe solle von derzeit drei Monaten auf ein Jahr Gefängnis heraufgesetzt und die Strafe nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden, sagte Peter Schröder vom Handelsverband Deutschland (HDE), wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet.

In den seltensten Fällen seien die erwischten Diebe Ersttäter, meist seien Profis am Werk. „Draußen stehen mitunter Fluchtwagen bereit, und anschließend werden die Waren gut organisiert weiterverkauft“, sagte Schröder in einem Interview mit dem Tagesspiegel. Dennoch würden viele Verfahren schon nach wenigen Wochen eingestellt.

„Während die Übergriffe mit immer größerer krimineller Energie ausgeführt werden, hat sich in der Branche der Eindruck verfestigt, dass dem Staat der Wille zur Rechtsdurchsetzung fehlt und er die Fälle ignoriert oder bagatellisiert“, kritisierte der Verband. Laden-Diebstähle kosten den Handel demnach jährlich 2,4 Milliarden Euro.