Staat zieht sich fast komplett aus Pfandbriefbank zurück

Die verstaatlichte HRE verkauft 16,5 Prozent der pbb-Anteile.

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Zehn Jahre nach der Rettung der Hypo Real Estate zieht sich der deutsche Staat fast komplett aus ihrem Nachfolge-Institut pbb Deutsche Pfandbriefbank zurück. Die Hypo Real Estate (HRE) warf am Dienstagabend 22 Millionen pbb-Aktien auf den Markt, wie sie in München mitteilte. Das Paket von 16,5 Prozent an der pbb werde voraussichtlich zu einem Preis von 12,95 Euro je Aktie an institutionelle Investoren gehen, teilten die begleitenden Banken potenziellen Interessenten mit. Damit kann die in der Finanzkrise verstaatlichte HRE mit einem Erlös von rund 285 Millionen Euro rechnen. Sie hält seit dem Börsengang der pbb vor knapp drei Jahren 20 Prozent an dem Institut, mit dem der gesunde Teil ihres Geschäfts abgespalten worden war.

Die pbb-Aktie hatte am Dienstag bei 13,50 Euro geschlossen. Organisiert wird die Platzierung laut IFR von Citigroup, Credit Suisse und Morgan Stanley. Ein nicht näher genannter „langfristig orientierter institutioneller deutscher Investor“ will den Ausstieg der HRE zum Einstieg nutzen. Er wolle bei der Platzierung 4,5 Prozent an der pbb erwerben, teilte die Bank mit. Die restlichen 3,5 Prozent will die HRE mindestens noch für sechs Monate behalten.

Die Hypo Real Estate Holding gehört dem staatlichen Abwicklungsinstitut FMS Wertmanagement. Die FMS war zur Stabilisierung der deutschen Banken in der Finanzkrise 2008 gegründet worden. Sie soll als „Bad Bank“ die Reste der Wertpapiere und anderer Vermögenswerte der HRE nach und nach so marktschonend abwickeln, dass der Schaden für den Steuerzahler begrenzt ist.

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