Politik

Berlin Alexanderplatz: Acht Verletzte bei Gewaltausbrüchen

Lesezeit: 1 min
11.09.2017 00:48
Auf dem Berliner Alexanderplatz ist es zu Gewaltausbrüchen zwischen rivalisierenden Gruppen gekommen.
Berlin Alexanderplatz: Acht Verletzte bei Gewaltausbrüchen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die dpa berichtet:

Zwei Massenschlägereien, acht Verletzte: Auf dem Berliner Alexanderplatz hat es am Wochenende wieder gewalttätige Auseinandersetzungen gegeben. Beide Male gerieten zwei Gruppen aneinander, wie die Polizei mitteilte. Die Beteiligten attackierten sich unter anderem mit Messern und Reizgas. 16 Menschen wurden vorübergehend festgenommen. Die Polizei prüft, ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Gewaltausbrüchen gibt. «Das ist derzeit aber absolut offen», sagte ein Sprecher am Sonntagmittag.

Bei der ersten Auseinandersetzung in der Nacht zu Samstag wurden sechs Menschen verletzt. Ein 18-Jähriger musste nach einer Stichverletzung am Rücken notoperiert werden. Er befand sich am Samstag aber außer Lebensgefahr. Auch ein 13-jähriger Junge, der der Polizei zufolge «vermutlich zufällig zwischen die Fronten geraten war», wurde leicht verletzt und ambulant versorgt. Beteiligt waren nach Polizeiangaben Afghanen und Syrer. Polizisten nahmen acht Tatverdächtige fest.

Am Samstagabend gerieten ebenfalls zwei Gruppen aus bisher ungeklärter Ursache in einen Streit, der schließlich eskalierte und in einer Schlägerei endete. Beteiligt waren laut Polizei Männer aus Afghanistan, Pakistan und Syrien. Zwei Beteiligte wurden verletzt, acht junge Männer zwischen 15 und 25 Jahren vorübergehend festgenommen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs sowie Raubes.

Erst am Dienstagabend war bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen auf dem Alexanderplatz ein Mann durch einen Messerstich verletzt worden. Der 21-Jährige Afghane war nach eigenen Angaben mit Freunden unterwegs, als die Gruppe mit etwa 20 anderen jungen Leuten aneinandergeriet.

Auf dem zentralen Alexanderplatz in Berlin-Mitte, den täglich Tausende Berliner und Touristen frequentieren, gibt es regelmäßig Schlägereien, Überfälle und Diebstähle. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei dort 7820 Straftaten, von denen allerdings der größere Teil Taschen- und Ladendiebstähle waren. In diesem Jahr sanken die Zahlen etwas. Bis zum Dezember soll auf dem Platz eine Polizeiwache entstehen, am Donnerstag erfolgte ein symbolischer Spatenstich. Die Berliner Polizei und die Bundespolizei sollen in der Wache rund um die Uhr präsent sein.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Politik
Politik „Bausteine einer anderen Gesellschaftsordnung“: BDI identifiziert den totalitären Charakter der Grünen

Der Bundesverband der deutschen Industrie warnt vor den im Parteiprogramm der Grünen verankerten Zielen. Diese liefen nicht nur der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Sonderziehungsrechte: Kapitalspritze des IWF ist zum Scheitern verurteilt

Die Kapitalspritze des IWF in Form von Sonderziehungsrechten ist eine Mogelpackung. Denn die geplanten 650 Milliarden US-Dollar werden vor...

DWN
Politik
Politik Richter wirft Merkel-Regierung Nichtachtung der Justiz vor

Der aktuelle Direktor des Amtsgerichts Bielefeld und Ex-Vorsitzende des Deutschen Richterbunds, Jens Gnisa, erhebt schwere Vorwürfe gegen...

DWN
Finanzen
Finanzen Hoffnung auf Bitcoin-ETF treibt Kryptowährung Richtung Allzeithoch

Bitcoin hat am Wochenende einmal mehr Anlauf auf sein Rekordhoch genommen. Namhafte Investoren und die Hoffnung auf einen neuen...

DWN
Deutschland
Deutschland Der Feldzug gegen den Verbrennungsmotor stößt zunehmend auf Widerstand

Angesichts der massiven Schäden für den Wohlstand und die Arbeitsmärkte der europäischen Staaten regt sich verstärkt Widerstand gegen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Fraunhofer nimmt ersten IBM-Quantencomputer außerhalb der USA in Betrieb

Die Entwicklung einer Infrastruktur für Quanten-Computer kommt in Deutschland langsam voran.

DWN
Finanzen
Finanzen Drohende US-Sanktionen: China gründet Joint Ventures mit globalem Zahlungsdienstleister Swift

Mehrere chinesische Finanz-Institutionen haben Joint Ventures mit dem internationalen Zahlungsabwickler Swift gegründet. Beobachter stufen...

DWN
Politik
Politik Machtwechsel stoppt Abbau Seltener Erden auf Grönland

Ein politischer Machtwechsel legt Pläne für einen umfassenden Abbau Seltener Erden auf Grönland auf Eis.