Politik

Indien gewährt US-Marine Zutritt zu russischem Atom U-Boot

Lesezeit: 1 min
11.11.2017 02:00
Ein Zwischenfall auf einem indischen U-Boot könnte die miltärischen Beziehungen zwischen Russland und Indien empfindlich stören.
Indien gewährt US-Marine Zutritt zu russischem Atom U-Boot

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Asien  
Russland  
USA  

+++Werbung+++

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Einem Bericht der russischen Zeitung Kommersant zufolge soll zwischen Russland und Indien zu einem Zerwürfnis gekommen sein. Das russische Verteidigungsministerium vermutet, dass Indien Vertretern der US-Marine Zugang zu einem russischen Atom-U-Boot gewährt hat, das seit 2011 von der indischen Marine genutzt wird.

Das betroffene U-Boot „INS Chakra” wurde im Rahmen eines Leasing-Vertrags an Indien übertragen, da der Verkauf von Atomwaffen-Trägern international verboten ist. Nach Angaben des russischen Blatts belastet diese Entwicklung das Leasing-Geschäft eines zweiten U-Boots an Indien. Zudem sei die künftige militärisch-technische Zusammenarbeit in Gefahr. Staatliche Quellen haben Kommersant bestätigt, dass „es unfreundliche Handlungen gegenüber Russland” gegeben habe. Bei den US-Marinesoldaten soll es sich um „gut ausgebildete, technische Spezialisten” gehandelt haben, wobei es unwahrscheinlich sei, dass diese irgendwelche Informationen sammeln konnten. Eine Delegation der US-Marine soll auch den indischen Flugzeugträger „Vikramaditya” besucht haben, der zuvor von Russland an Indien verkauft wurde.

Russlands Vize-Premier Dmitri Rogosin wird im Dezember nach Indien reisen. Eigentlich war geplant, einen zweiten Leasing-Vertrag für ein weiteres Atom-U-Boot zu schließen.

Indien verfügt über neun U-Boote, einen Flugzeugträger, fünf Lenkwaffenzerstörer, sechs Lenkflugkörper-Fregatten, vier Minen-Schiffe und ein Öl-Tank-Schiff russischen Fabrikats, berichtet Global Security. Das Land verfügt über die fünftgrößte Marine der Welt.


Mehr zum Thema:  

DWN
Technologie
Technologie IW-Regionalranking 2024: Landkreise sind Vorreiter der Energiewende
23.05.2024

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) spielen ländliche Regionen eine zentrale Rolle in der Energiewende...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Flüchtlingswelle 2015: Drei Viertel der Zugezogenen in Arbeitsmarkt integriert
23.05.2024

Arbeitsmarktexperte bringt mit der Initiative „Job-Turbo“ Geflüchtete schneller in Arbeit: Die Erwerbstätigenquote der 2015 nach...

DWN
Finanzen
Finanzen Silberpreis erreicht Jahreshoch und knackt Marke von 30 Dollar
23.05.2024

Der Silberpreis legt im Fahrwasser der Goldpreis-Rekorde massiv zu und erreichte nun ein neues Jahreshoch. Was sind die Gründe und wie...

DWN
Immobilien
Immobilien Wohnungsbau in Deutschland: Warum stockt der Bau trotz hoher Nachfrage?
23.05.2024

Trotz hoher Nachfrage stockt der Wohnungsbau in Deutschland weiterhin. Welche Maßnahmen sind notwendig, um den Mangel zu beheben? Die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Handelskonflikt mit USA und EU heizt sich auf: China erwägt höhere Import-Zölle auf Verbrenner
23.05.2024

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China eskaliert weiter und erfasst nun auch europäische Autobauer, die gar keine E-Autos...

DWN
Politik
Politik Fußball-EM 2024: Warum Sicherheitsmaßnahmen verstärkt wurden
23.05.2024

Deutschland rüstet auf: Die Sicherheitsvorkehrungen für die Fußball-Europameisterschaft 2024 zur Abwehr von Terrorismus, Cyberangriffen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft EU-Austritt Deutschlands: Ist „Dexit“ der Weg in die Katastrophe?
23.05.2024

Seit dem Brexit-Referendum wird in Deutschland immer wieder über einen möglichen EU-Austritt, den „Dexit“, diskutiert. Eine aktuelle...

DWN
Politik
Politik Grundgesetz und Demokratie: Herausforderungen und Lehren nach 75 Jahren
23.05.2024

Das Grundgesetz und die Lehren aus Weimar: Wie entstand die deutsche Verfassung, welche Herausforderungen stehen heute an und warum ist die...