Finanzen

PayPal verstärkt Überwachung von Zahlungen

Lesezeit: 1 min
24.06.2018 01:31
PayPal hat den Daten-Spezialisten Simility übernommen.
PayPal verstärkt Überwachung von Zahlungen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Online-Bezahldienstleister PayPal hat den kalifornischen Betrugspräventions-und Risikomanagement-Spezialisten „Simility“ übernommen. Das berichtet die New York Times. Der in bar entrichtete Kaufpreis für das High-Tech-Unternehmen mit Sitz im Silicon Valley betrug 120 Millionen Dollar, wobei die Transaktion Ende des dritten Quartals dieses Jahres abgeschlossen werden soll. Dann wird PayPal seinen Kunden die Dienste von Simility zur Verfügung stellen. Simility entwickelt künstlich intelligente (KI) Software, die Online-Händlern die Identifizierung von Betrügern erleichtert. Die Software werde es kleinen Online-Händlern ermöglichen, Sicherheits-Standards einzurichten, die denen der großen Handels-Plattformen in nichts nachstehen, sagte PayPals Chief-Operating-Officer Bill Ready.

PayPal, das einen Jahresumsatz von mehr als elf Milliarden Dollar erzielt, befindet sich seit einiger Zeit auf Expansionskurs, wobei die Übernahme von Simility ist die vierte innerhalb von nur einem Monat ist. Der größte Zukauf war der des schwedischen Bezahldienstleisters iZettle im Mai, der PayPal 2,2 Milliarden Dollar wert war.

Um weiter expandieren zu können, benötigt PayPal das Vertrauen seiner rund 200 bis 300 Millionen Kunden. Der Online-Handel gilt vor allem in den USA als eher unsicheres Geschäft – allein 2017 nahm die Zahl der Betrugsdelikte hier laut einer Studie um rund ein Drittel zu. Das ist der Grund, warum PayPal verstärkt digitale Sicherheitssysteme anbietet.

Diese Sicherheitssysteme bieten Schutz gegen Betrüger – nicht jedoch gegen die Behörden. Der Einsatz der Systeme hinterlässt im Netz nämlich Spuren. Und diese Spuren sind von Regierungsstellen mit Hilfe fortgeschrittener Technik nachvollziehbar. Der Einsatz von Betrugspräventions-Software erleichtert es staatlichen Stellen also, einen Einblick in die Kaufgewohnheiten der Bürger zu erhalten. Und es macht es dem Finanzamt leichter, alle finanziellen Transaktionen zu überwachen.

***

Weitere interessante Artikel zum Thema Technologie finden Sie im Tech-Report der DWN.

 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland IWF und Bundesregierung planen die Enteignung des deutschen Mittelstands

DWN-Kolumnist Ernst Wolff fordert den Mittelstand auf, sich zu wehren - weil seine Existenz gefährdet ist.

DWN
Politik
Politik Gegenspieler von Papst Franziskus: Die Kräfte der Finsternis greifen nach der Macht

Im zweiten Teil des großen DWN-Interviews mit dem umstrittenen Erzbischof Carlo Maria Viganò gibt dieser weitere tiefe Einblicke in seine...

DWN
Politik
Politik Bill Gates warnt vor Bio-Terrorismus mit Viren und Klimawandel

Der US-Milliardär prognostiziert, dass künftig Personen Viren gezielt entwickeln könnten, um sie freizusetzen. Er warnt offen vor...

DWN
Politik
Politik Wie das mächtige Weltwirtschaftsforum die Klima-Aktivistin Greta Thunberg hofiert

Das Weltwirtschaftsforum hofiert seit Jahren die Klima-Aktivistin Greta Thunberg. Beim Forum wird sie als „Agenda Contributor“...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin schwächelt: Ende des Bullenmarkts oder Chance zum Einstieg?

Seit seinem Rekordhoch am 21. Februar befindet sich Bitcoin in einer Phase der Schwäche. Doch Analysten erwarten weitere Rekorde, sobald...

DWN
Politik
Politik Starker Auftakt: Biden weist China in die Schranken - Xi hätte es lieber mit Trump zu tun

Der letzte britische Gouverneur von Hongkong, Christopher Patten, hat eine meinungsstarke Analyse verfasst. Der neue US-Präsident hat die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bosch: Mit Künstlicher Intelligenz Störungen in der Fertigung beseitigen - und Millionen einsparen

Die Künstliche Intelligenz ist überall im Vormarsch. Jetzt führt auch der Mittelständler Bosch ein neues System ein, das besonders...

DWN
Politik