Technologie

Deutscher Roboter unterstützt Astronauten auf der ISS

Lesezeit: 1 min
25.07.2018 09:41
Ein künstlich intelligenter deutscher Roboter unterstützt Astronauten auf der ISS.
Deutscher Roboter unterstützt Astronauten auf der ISS

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der in Deutschland entwickelte, mit Künstlicher Intelligenz (KI) ausgestattete Roboter CIMON (Crew Interactive Mobile Companion) unterstützt seit Juni die Astronauten auf der ISS. Der Roboter hat Form und Ausmaße eines Medizinballs, wiegt fünf Kilogramm und kann sehen, hören, verstehen und sprechen. Zu seinen Aufgaben gehört es unter anderem, Fotos zu machen, den Astronauten bei Bedienungs- und Reparaturarbeiten als digitale Datenbank zu dienen und sie bei Experimenten durch die vielfältigen komplexen Schritte zu navigieren.

Darüber hinaus dient er als Sozialpartner. Judith-Irina Buchheim von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), welche an der Entwicklung von CIMON beteiligt war, sagt: „Unsere Studien zeigen, dass ein Aufenthalt in der Schwerelosigkeit die Funktion des Immunsystems der Astronauten signifikant beeinträchtigen kann. Stress ist dabei ein wesentlicher Einflussfaktor.“ Weil die Erledigung von anstrengenden Aufgaben zusammen mit einem Kollegen als weniger stressig empfunden werde, stelle die Zusammenarbeit mit CIMON für den jeweiligen Astronauten eine deutliche psychische Entlastung dar, so Buchheim weiter.

In Auftrag gegeben wurde CIMON vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Gebaut und entwickelt wurde der Roboter von Airbus in Friedrichshafen und Bremen. Seine KI stammt von IBM. Unter anderem wurde sie mit Stimmproben und Fotos von Alexander Gerst trainiert und mit den Bauplänen der ISS sowie mit den auf ihr üblichen Ablaufprozeduren vertraut gemacht.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst wurde am 6. Juni mit einer Sojus-Rakete zur ISS gebracht und wird dort – mit fünf anderen Astronauten – bis zum 12. Dezember dieses Jahres bleiben. Ab August wird der 42-jährige promovierte Geophysiker als erster Deutscher überhaupt die Leitung eines ISS-Teams übernehmen. Die ISS umrundet in einer Höhe von rund 300 Kilometern mit einer Geschwindigkeit von circa 23.000 Stundenkilometern pausenlos die Erde.

Weitere Meldungen aus dem Tech-Report der DWN finden Sie hier.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Politik
DWN
Politik
Politik Still und leise: EU-Kommission beschließt wirtschaftsfeindliches Umwelt-Regelwerk - in Deutschland kriegt es niemand mit

In seinem großen Gastbeitrag für die DWN analysiert der Leiter der "Akademie Bergstraße", Henrik Paulitz, ein Ereignis, das von den...

DWN
Finanzen
Finanzen Nach Erdogan-Schlag und Geldwäsche-Vorwürfen bricht der Bitcoin-Kurs um 15 Prozent ein

Viele Kryptowährungen sind am Sonntag durch Gerüchte über ein stärkeres Vorgehen gegen Geldwäsche massiv belastet worden. Zuvor hatte...

DWN
Politik
Politik Neuer Brennpunkt im Nahen Osten: Wer steckt hinter der Palast-Intrige in Jordanien?

Jordanien galt als Stabilitätsanker im Nahen Osten. Doch jetzt könnte ein Umsturzversuch das Land entscheidend destabilisieren - und...

DWN
Finanzen
Finanzen Darum sollten Sie Ihren Nachlass rechtzeitig regeln

Niemand denkt gerne an den eigenen Tod. Und doch ereilt er uns irgendwann alle. Vor allem, wenn man selbst Kinder hat, sollte man früh...

DWN
Technologie
Technologie Neue wissenschaftliche Erkenntnisse: Fangen E-Autos tatsächlich schneller an zu brennen?

Nicht wenige glauben, dass E-Autos schneller Feuer fangen als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Die TU Braunschweig hat dazu jetzt...

DWN
Finanzen
Finanzen Nie zuvor haben Investoren so viel Geld in ETFs investiert

Im ersten Quartal gab es Rekordzuflüsse von 359,2 Mrd. Dollar in börsengehandelte Fonds. Der historische Rekord ist eine Folge der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Regierung muss keine Geldgeschenke verteilen: Selbsterarbeiteter Wirtschaftsboom in China erreicht Verbraucher

Der starke Anstieg der Importe zeigt, dass der Wirtschaftsboom in China nun auch bei den Verbrauchern angekommen ist. Im Gegensatz zu den...