Gemischtes

Tesla weitet Verluste deutlich aus

Lesezeit: 1 min
02.08.2018 10:37
Der Elektroautobauer Tesla hat seine Verluste deutlich ausgeweitet.

Mehr zum Thema:  
Auto >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Auto  

Der Elektroautobauer Tesla hat seine Verluste deutlich ausgeweitet. Im zweiten Quartal schlug ein auf die Aktionäre entfallender Verlust von 718 Millionen Dollar (615 Millionen Euro) zu Buche. Im Vorjahr hatte der Fehlbetrag bei 336 Millionen Dollar gelegen. Der Umsatz stieg hingegen überraschend stark um mehr als 40 Prozent auf 4,0 Milliarden Dollar.

In den vergangenen Monaten sorgte das Model 3, mit dem Tesla den Sprung aus der Luxusnische schaffen will, für enormen Druck. Die Fertigungsziele mussten mehrfach aufgrund eines Chaos in der Produktion verschoben werden und konnten Ende Juni nur mit Biegen und Brechen endlich erreicht werden.

Im abgelaufenen Quartal produzierte Tesla insgesamt 53.339 Fahrzeuge, ausgeliefert wurden aber nur 40.768. Auf das Model 3 entfielen davon nach Unternehmensangaben 18.449 Stück. Tesla beendete das Vierteljahr mit 2,2 Milliarden Dollar an Barmitteln. Der Bilanz des Unternehmens kommen Hunderttausende Model-3-Vorbestellungen zugute, für die Anzahlungen geleistet werden mussten. Teslas Ausgaben übersteigen die Einnahmen weiter deutlich. Einige Analysten sehen Finanzbedarf, Musk hat dies bislang aber stets zurückgewiesen.

Tesla erwirtschaftet seit Jahren fast ausschließlich Verluste und ist darauf angewiesen, dass Investoren immer mehr Geld in das Unternehmen pumpen, welches täglich fast 9 Millionen Dollar verbrennt.

Die Aktie stieg am Mittwoch nachbörslich um rund 9 Prozent.


Mehr zum Thema:  
Auto >

DWN
Finanzen
Finanzen Heizkostenabrechnung: Mietervereine warnen vor Nachzahlungen und geben Tipps
30.05.2024

Vonovia sorgt erneut für Unmut: Der Wohnungskonzern zieht häufig höhere Vorauszahlungen von den Mieterkonten ein. Der Berliner...

DWN
Politik
Politik CO2-Speicherung in Deutschland: Kabinett gibt grünes Licht
30.05.2024

Kohlendioxid im Boden speichern? Umweltverbände haben Bauchschmerzen, doch die Regierung geht das Thema an. Das Kabinett will zugleich...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Deindustrialisierung: Deutsche Batterie-Industrie zeigt Auflösungserscheinungen
30.05.2024

Die deutsche Batterie-Industrie steht vor dem Aus: Immer mehr Unternehmen geben ihre Produktionsstandorte auf, um in kostengünstigere...

DWN
Politik
Politik Reich und Arm: Die Unterschiede werden größer in Deutschland
30.05.2024

Erst die Corona-Pandemie, dann der Krieg Russlands gegen die Ukraine. Beides nicht nur unerfreulich an sich, sondern auch zwei weitere...

DWN
Politik
Politik Folgen von Corona: So groß ist die Einsamkeit in Deutschland
30.05.2024

Das Gefühl von Einsamkeit war seit den 90er Jahren zurückgegangen - dann kam Corona und warf viele Menschen zurück. Unter anderem das...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Deutschland und Frankreich fordern EU-Reformen für Wirtschaftswachstum
30.05.2024

Europa steht vor der Herausforderung, das Wirtschaftswachstum zu steigern. Deutschland sowie Frankreich setzen sich dafür ein. In einer...

DWN
Politik
Politik Fataler Effekt: Sauberer werdende Luft führt zu verstärkter Erwärmung
30.05.2024

Ein großer Schritt zu weniger Luftverschmutzung könnte einen fatalen Nebeneffekt haben: Mit einer neuen Verordnung für den...

DWN
Immobilien
Immobilien Transparente Mietpreise: Berlin hat wieder einen qualifizierten Mietspiegel
30.05.2024

Stadtentwicklungssenator Gaebler hat den neuen Berliner Mietspiegel vorgestellt. Demnach sind die Bestandsmieten in der Hauptstadt im...