Hunderttausende Briten fordern neues EU-Referendum

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
20.10.2018 22:14
In London haben hunderttausende für ein zweites Referendum über die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens demonstriert.
Hunderttausende Briten fordern neues EU-Referendum

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

In London haben am Samstag Hunderttausende Befürworter der Europäischen Union (EU) eine zweite Volksabstimmung über den Austritt Großbritanniens gefordert. Den Organisatoren zufolge nahmen 670.000 Menschen an der Kundgebung teil. Das wäre die größte Demonstration in Großbritannien seit 15 Jahren. Die EU-Anhänger zogen bei strahlendem Sonnenschein durch das Zentrum der britischen Hauptstadt bis zum Parlament. Dabei schwenkten sie die blau-goldene Europa-Flagge und hielten Schilder mit Aufschriften wie "Scheiß auf den Brexit" oder "Brexit ist Mist" in die Höhe. Es sei Zeit für eine Kehrtwende - "Time for an EU turn".

Bei der Kampagne "People's Vote" haben sich mehrere pro-europäische Gruppen zusammengeschlossen. Die Briten sollten die Möglichkeit bekommen, ihre Meinung zu ändern, sagte James McGrory, einer der Organisatoren der Demonstration. Die Entscheidung werde die Geschicke von Generationen beeinflussen.

Premierministerin Theresa May hat ein zweites Referendum wiederholt ausgeschlossen. Bei der ersten Volksabstimmung 2016 hatten sich 52 Prozent für den EU-Austritt ausgesprochen. Dieser soll Ende März 2019 vollzogen werden. Die Verhandlungen über ein Austrittsabkommen sind jedoch ins Stocken geraten. May steht deshalb auch in den eigenen Reihen unter enormen Druck. Einer der größten Knackpunkte ist die Frage nach der künftigen Grenze zwischen Irland und Nordirland. Auch der EU-Gipfel diese Woche brachte keine Lösung. Viele treffen daher bereits Vorkehrungen für einen ungeordneten Brexit.

Die Organisatoren der Demonstration hatten eigentlich nur mit über 100.000 Teilnehmern gerechnet. Von der Polizei gab es keine Angaben zur Teilnehmerzahl. Auch in Belfast in Nordirland gingen rund 2000 Brexit-Gegner auf die Straße. "Wir sollten die Möglichkeit bekommen, uns mit dem Wissen von heute für eine Alternative zu entscheiden", sagte Brendan Heading, ein 39 Jahre alter IT-Spezialist.

Brexit-Befürworter entgegneten, dass ein zweites Referendum eine Staatskrise auslösen könnte. "Wir hatten eine Abstimmung und wir haben uns entschieden, die EU zu verlassen", sagte Richard Tice von "Leave Means Leave", die in Harrogate im Norden Englands ebenfalls eine Veranstaltung abhielten.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Elektromobilität: In jedem Wandel stecken Chancen

Emissionen verringern, Kosten sparen und Imagegewinne erzielen – die Gründe für Unternehmen, in der Flotte auf Fahrzeuge mit...

DWN
Finanzen
Finanzen Insider: Neuer Richtungsstreit an der Spitze der EZB ausgebrochen

Im Führungsgremium der Europäischen Zentralbank sollen namentlich nicht bekannten Insidern zufolge neue Grabenkämpfe ausgebrochen sein.

DWN
Deutschland
Deutschland „Aale Dieter“ boykottiert Corona-Wahnsinn auf dem Hamburger Fischmarkt

Wegen des Coronavirus wird der Hamburger Fischmarkt bis zur Unkenntlichkeit verändert. Ein Urgestein boykottiert nun das Schauspiel.

DWN
Politik
Politik EU beginnt mit Entwicklung von Kampf-Drohnen – ohne die USA

Deutschland, Frankreich und zwei weitere EU-Staaten werden im aktuellen Jahr mit der Entwicklung von europäischen Kampf-Drohnen beginnen,...

DWN
Deutschland
Deutschland Alkoholverbote und Obergrenzen - das sind die Corona-Forderungen der Bundesregierung im Detail

Die Bundesregierung schlägt den Ländern vor den anstehenden Corona-Gesprächen weitreichende Maßnahmen vor.

DWN
Politik
Politik Großbritannien: Corona-Regierungsberater hält Aktien von Impfstoffhersteller

Der Chefberater der britischen Regierung in der Corona-Krise, Sir Patrick Vallance, hält Aktien von jenem Unternehmen, das damit...

DWN
Politik
Politik Corona: Erst haben unsere Politiker Deutschland in die Krise geführt - jetzt vollenden EU-Bürokraten das Werk

Die Corona-Maßnahmen in Deutschland waren unnötig, das Missmanagement der Politiker geht aber munter weiter. Die Auswirkungen für...

DWN
Marktbericht
Marktbericht DAX: Selbst Lagardes nichtssagende Worte hielten die Börse nicht auf - heute wieder Konjunkturdaten

Das deutsche Leitbarometer hat einen starken Wochenstart hingelegt und seine Sitzung mit einem großen Gewinn geschlossen. EZB-Chefin...

DWN
Finanzen
Finanzen Gläubiger fliehen aus argentinischen Staatsanleihen

Kurz nach Abschluss eines Schulden-Moratoriums fliehen die Geldgeber aus Staatsanleihen Argentiniens.

DWN
Politik
Politik Wenn im Mittelmeer ein Krieg ausbricht, ist Chinas Neue Seidenstraße tot - Teil 2

Für Chinas Neue Seidenstraße und für andere Mächte spielt das östliche Mittelmeer aufgrund seiner Ressourcen und als Sprungbrett auf...

DWN
Politik
Politik 3.100 Corona-Razzien in Österreich in nur einer Nacht

In Österreich fanden in der vergangenen Nacht von Samstag auf Sonntag 3.102 Corona-Razzien statt. Wer sich nicht an die Vorgaben hält,...

DWN
Politik
Politik Steckt George Soros hinter dem Krieg zwischen Aserbaidschan und Armenien?

Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev sagt, dass vor zwei Jahren in Armenien ein Regime-Change im Auftrag des US-Investors George...

DWN
Finanzen
Finanzen Wer am stärksten vom Rückgang der Reallöhne in Deutschland betroffen ist

Die Löhne der Deutschen sind im laufenden Jahr erstmals seit Langem wieder gesunken.

DWN
Politik
Politik Russland, China und die Türkei sind die „neuen Imperien“

EU-Außenminister Borrell meint, dass Russland, China und die Türkei die „neuen Imperien“ seien. Die EU müsse die „Sprache der...

DWN
Deutschland
Deutschland Corona-Ticker: Merkel warnt vor stark steigenden Infektionszahlen

Lesen Sie alle wichtigen Meldungen zur Corona-Pandemie im Liveticker.

celtra_fin_Interscroller