Chinas Zentralbank stockt Goldvorräte deutlich auf

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
14.04.2019 09:15
Chinas Zentralbank ist in den letzten Monaten als großer Käufer von Gold hervorgetreten. Analysten sehen darin ein positives Zeichen für den Goldpreis.
Chinas Zentralbank stockt Goldvorräte deutlich auf

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die chinesische Zentralbank hat den vierten Monat in Folge Gold hinzu gekauft. Die People's Bank of China erhöhte ihre Goldreserven im März auf 60,62 Millionen Feinunzen (31,1 Gramm), wie aus den Angaben auf ihrer Website hervorgeht.

Im Vergleich zum Vormonat ist dies ein Zufluss um 11,2 Tonnen. Bereits im Februar hatte die chinesische Zentralbank 9,95 Tonnen Gold zugekauft, im Januar waren es 11,8 Tonnen und im Dezember 9,95 Tonnen.

Chinas Zentralbank hatte lange Zeit keine Erhöhung ihrer Goldbestände gemeldet, obwohl das Land der weltgrößte Goldproduzent und Goldkonsument ist.

Als die Zentralbank Mitte 2015 einen Anstieg ihrer Reserven um 57 Prozent auf 53,3 Millionen Unzen meldete, war dies der erste Anstieg seit sechs Jahren. Dann folgte erneut eine mehr als zweijährige Pause bis Dezember 2018.

Die neuesten Daten der chinesischen Zentralbank deuten darauf hin, dass das Land seine Goldreserven wieder kontinuierlich aufgestockt, ähnlich wie im Zeitraum von Mitte 2015 bis Oktober 2016, als das Land seine Bestände fast jeden Monat erhöhte.

Wenn China seine Goldreserven im Verlauf des laufenden Jahres weiter in der aktuellen Geschwindigkeit aufbaut, so könnte es zum zweitgrößten Goldkäufer nach Russland werden, das im letzten Jahr seine Reserven um weitere 274 Tonnen erhöht hat.

Der Kauf von Goldbarren durch die Zentralbanken der Schwellenländer im vergangenen Jahr war der robusteste seit langem, da diese ihre Reserven diversifizieren, sagte Ed Morse, globaler Leiter der Rohstoffforschung bei Citigroup, im Interview mit Bloomberg.

Citigroup erwartet einen Anstieg des Goldpreises bis zum Ende dieses Jahres auf 1.400 Dollar. Aktuell kostet eine Unze Gold rund 1.300 Dollar beziehungsweise 1.160 Euro.

Der Goldpreis war im März den zweiten Monat in Folge gefallen, obwohl die US-Notenbank signalisiert hatte, dass sie die Zinserhöhungen anhalten würde, was stattdessen zu einem Anstieg der Aktienkurse führte.

Goldman Sachs erwartet für die kommenden zwölf Monate einen Anstieg auf 1.450 Dollar, da die Nachfrage der Zentralbanken zur Stützung der Preise beitragen sollte. Laut der Investmentbank werden die Zuflüsse wieder so hoch ausfallen wie im vergangenen Jahr.

Weltweit kauften die Staaten im letzten Jahr insgesamt 651,5 Tonnen Gold hinzu. Dies war nach Angaben des World Gold Council die zweithöchste Bilanz aller Zeiten. Da dieses Jahr voraussichtlich China als großer Käufer dazukommt, ist weiter mit einer hohen Bilanz zu rechnen.

Russland hat seine Goldreserven innerhalb nur eines Jahrzehnts vervierfacht, weil Präsident Wladimir Putins die Abhängigkeit seines Landes vom Dollar brechen will. Die Daten der russischen Zentralbank zeigen, dass ihre Bestände im Februar erneut um 1 Million Unzen gestiegen sind.



DWN
Finanzen
Finanzen Freibier für Händler: Banken suchen Wege aus dem Homeoffice

Mit kostenlosen Sandwiches und Freibier am Feierabend locken Geldhäuser ihre Mitarbeiter zurück in die Büros.

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin steigt auf höchsten Stand seit elf Monaten

Am Sonntag ist der Bitcoin-Kurs vorübergehend deutlich über die Marke von 12.000 Dollar angestiegen. Doch dann brach der Kurs innerhalb...

DWN
Politik
Politik Dänemark führt Zwangsumsiedlungen von Migranten durch

Die dänische Regierung führt unter dem Vorwand, „Ghettos“ auflösen zu wollen, Zwangsumsiedlungen durch. „Echte Dänen“ sind...

DWN
Deutschland
Deutschland Die grüne Sprachpolizei schlägt zu: In Stuttgarts Verwaltung soll bald „gendersensibel“ gesprochen werden

Stuttgarts grüner Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat eine Vorlage unterschrieben, wonach künftig geschlechtsneutral gesprochen werden...

DWN
Politik
Politik Schwelbrand in Nahost: Rund um Israel sind schwere Kämpfe ausgebrochen

In drei verschiedenen Grenzregionen sind Konflikte zwischen Israel auf der einen Seite und Syrien, der Hamas und der Hisbollah auf der...

DWN
Deutschland
Deutschland EILMELDUNG: Überfall auf Geldtransporter in Berlin

In Berlin wurde ein Geldtransporter überfallen. Im Zusammenhang mit dem Überfall soll der Transporter in Brand geraten sein.

DWN
Politik
Politik Spaniens Ex-König flüchtet vor Korruptionsermittlungen in die Karibik

Spaniens ehemaliger König Juan Carlos ist am Montag in die Dominikanische Republik abgereist. Die Umstände seiner Abreise wirken...

DWN
Deutschland
Deutschland War der Lockdown falsch? Studie spricht von 81 Prozent Immunität gegen SARS-Cov-2 durch andere Corona-Viren

Einer Studie zufolge verfügt 81 Prozent der Bevölkerung eine gewisse Immunität gegen das neuartige Corona-Virus SARS-Cov-2. Die...

DWN
Politik
Politik Studie: 27 Prozent der ersten Corona-Fälle hatten Ursprung in Italien, nur 22 Prozent in China

Einer aktuellen Studie des US-Zentrum für Gesundheitsüberwachung und Vorsorge zufolge hatten die ersten Corona-Fälle in anderen Ländern...

DWN
Politik
Politik Wegen Corona-Verstößen: Bundesregierung stellt Grundrecht auf Demonstration in Frage

Die Verstöße gegen die Corona-Auflagen bei den Demonstrationen in Berlin haben eine Debatte über die Grenzen der Versammlungsfreiheit...

DWN
Finanzen
Finanzen Der Preis von Gold wird steigen - der Preis von Silber explodieren

DWN-Kolumnist Ernst Wolff analysiert, wie sich die Preise für Gold und Silber entwickeln werden.

DWN
Deutschland
Deutschland Corona-Insolvenzwelle, Teil 6: Die Autozulieferer trifft es besonders hart

Derzeit müssen eine ganze Reihe von Zulieferbetrieben aus dem Automobilbereich Insolvenz anmelden.

DWN
Politik
Politik Schweden: Erfolg mit alternativer Corona-Strategie

In Schweden ist die Zahl der Menschen, die an Corona verstorben sind, rückläufig. „Jetzt sehen wir ein oder zwei Todesfälle pro Tag...

DWN
Finanzen
Finanzen Anleihen bringen nichts mehr: Investoren werden von Nullzinsen in Hochrisiko-Segmente gedrängt

Der Anteil von Anleihen mit geringer Rendite am Gesamtmarkt wird immer größer. Inzwischen müssen Investoren hohe Risiken eingehen, um...

celtra_fin_Interscroller