Finanzen
Schwaches zweites Quartal

Studie: Dax-Unternehmen brechen die Gewinne weg

Der durchschnittliche Gewinn der im Leitindex DAX notierten Unternehmen ist im zweiten Quartal einer Studie zufolge stark eingebrochen.
16.08.2019 09:12
Lesezeit: 1 min

Die Zeiten für Deutschlands Börsenschwergewichte sind härter geworden. Im zweiten Quartal brach der operative Gewinn (Ebit) der 30 Dax-Konzerne im Mittel um 30 Prozent auf insgesamt 25,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein, wie aus einer Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervorgeht. Nur 11 Konzerne konnten der Studie zufolge höhere Gewinne als im Vorjahreszeitraum erwirtschaften. Der Gesamtumsatz - ohne Banken - stieg dagegen um 4,5 Prozent auf knapp 354 Milliarden Euro.

«Wir sehen gerade bei den Industrieunternehmen eine zunehmende Eintrübung: Die Auftragseingänge sinken, der Preiskampf wird härter, die Gewinne schrumpfen», sagte EY-Geschäftsführer Hubert Barth. Insbesondere die weltweite Konjunkturschwäche sowie die brodelnden Handelskonflikte belasteten die Geschäfte der größten Unternehmen des deutschen Aktienmarktes, hieß es in der Studie.

Die Folgen der schwächelnden Autokonjunktur machten sich bereits in angrenzenden Branchen wie dem Maschinenbau und der chemischen Industrie bemerkbar, ergänzte Mathieu Meyer, Mitglied der EY-Geschäftsführung. «Wir haben derzeit noch keine echte Krise. Aber zumindest in der Industrie sind wir nicht mehr weit davon entfernt.» Angesichts dessen beobachte er vermehrt Sparprogramme der Firmen. «Zahlreiche Dax-Konzerne haben umfassende Kostensenkungsmaßnahmen angekündigt, die meist auch mit dem Abbau von Stellen verbunden sind.»

Die Beschäftigtenzahl der Dax-Konzerne stieg zwar noch um 60 000 Mitarbeiter auf 3,85 Millionen Ende Juni. Doch die Dynamik verlor an Tempo: Im Vorjahreszeitraum hatten die Unternehmen noch 100 000 Stellen geschaffen.

 

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Kapitalrente 2028: Was Sie erwarten dürfen, wenn Sie mit 30, 40 oder erst 50 beginnen
29.08.2026

Die aktuelle Rentenreform sieht ab 2028 auch eine Kapitalrente vor, bei der Anteile der Rentenbeiträge am Kapitalmarkt angelegt werden....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Ford E-Transit Courier im Test: Der Elektro-Spezialist für die Stadt
29.08.2026

Der Ford E-Transit Courier ist konsequent auf städtische Lieferdienste zugeschnitten. Er bietet ausreichend Reichweite für den...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Volkswagen unter Druck: Wie umfangreich muss der Konzern sparen?
29.08.2026

Hohe Kosten, Überkapazitäten und ein unerbittlicher Wettbewerb setzen Volkswagen massiv unter Druck. Mehrere Werke fürchten um ihre...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Engpass bei Diesel: Warum Autofahrer einen teuren Winter fürchten müssen
29.08.2026

Die Straße von Hormus bleibt ein Nadelöhr für den weltweiten Ölhandel. Trumps neue Sanktionen sollen den Iran wirtschaftlich treffen,...

DWN
Technologie
Technologie Neue KI-Offensive könnte Bäckereien Millionen sparen
29.08.2026

Die Bäckereikette Bodenhoff will mit einem neuen KI-Werkzeug Abfall reduzieren und Mehrverkäufe sichern. Es soll die Planung der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deindustrialisierung schreitet voran: Deutschlands Industrie verliert weiter Arbeitsplätze
29.08.2026

Laut Daten des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) verliert Deutschland derzeit monatlich durchschnittlich rund 15.000...

DWN
Finanzen
Finanzen Tagesgeld: Hamburg Direct Bank hebt Aktionszins für Tagesgeldkonto an
29.08.2026

Ein höherer Aktionszins und eine verlängerte Garantie machen das Tagesgeld der Hamburg Direct Bank noch interessanter. Weil Experten eine...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Warsh verspricht Kampf gegen die Inflation; S&P 500 und Chipwerte geben nach
28.08.2026

Wie die jüngsten Signale der US-Notenbank und überraschende Einzelmeldungen die Wall Street in Bewegung versetzen.