Deutschland

Deutsche Banker gehen nach Feierabend nicht ans Telefon

Einer Umfrage zufolge sind deutsche Banker oftmals nicht bereit, nach Dienstschluss an ihr Handy zu gehen.
30.09.2019 11:32
Aktualisiert: 30.09.2019 11:34
Lesezeit: 1 min

Aus aus einer Beschäftigtenbefragung von Kantar TNS im Auftrag des Arbeitgeberverbands des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) geht hervor, dass der Anteil der deutschen Banker, die nach Dienstschluss per E-Mail oder telefonisch erreichbar sind, von 31 Prozent im Jahr 2013 auf 24 Prozent im Jahr 2018 zurückgegangen ist.

Am Wochenende ist derselbe Anteil von 22 auf 15 und im Urlaub von 15 auf zwölf Prozent zurückgegangen, berichtet Bloomberg.

Der Unternehmenssprecher der Baader Bank, Florian Schopf, sagt: “Insbesondere bei Banken, die sich auf Kapitalmarkt- und Wertpapierhandel fokussieren, ist die Belastung in der Arbeitszeit phasenweise sehr hoch. Umso wichtiger ist es, dass sich die Mitarbeiter ausreichend Zeit zur Erholung nehmen.”

Carsten Rogge-Strang, Hauptgeschäftsführer des AGV Banken, wörtlich: “Der Umgang mit der Erreichbarkeit verändert sich. Allen Beteiligten ist klar, dass die Erreichbarkeit inzwischen zum Arbeitsleben gehört. Umso mehr wird offenbar auch darauf geachtet, wann Erreichbarkeit wirklich nötig ist und wie sie gestaltet wird.”

Etwa 25 Prozent der deutschen Banker empfindet der Umfrage zufolge eine Erreichbarkeit außerhalb der Dienstzeit als Belastung, zumal es dann nicht möglich ist, im Privatleben abzuschalten, um die nötige Ruhe zu finden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Investor Michael: Was passiert mit Ihrem Depot, wenn KI uns alle auslöscht?
21.09.2026

KI-Unternehmen werden mit Billionen bewertet, während ihre eigenen Forscher vor existenziellen Risiken warnen. Für Anleger klingt das...

DWN
Politik
Politik Digitale Realität: Wie AfD, TikTok und KI um Macht kämpfen
21.09.2026

Die politische Macht verschiebt sich auf den Bildschirm. Parteien gewinnen Wahlen mit TikTok-Reichweite, KI-Konzerne rufen plötzlich nach...

DWN
Politik
Politik Grönland-Deal mit den USA sorgt für neue Sorgen
21.09.2026

Ein neues Abkommen zwischen den USA, Dänemark und Grönland soll jetzt unterzeichnet werden. Während einige Experten darin einen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VinFast-Gründer: Der Vietnamese, der Milliarden riskiert
21.09.2026

Pham Nhat Vuong baute in der Ukraine ein Nudelgeschäft auf, kehrte nach Vietnam zurück und schuf mit Vingroup ein Wirtschaftsimperium....

DWN
Politik
Politik Deutschland braucht einen nationalen Hitzeschutzplan: Doch wer trägt die Kosten?
21.09.2026

Sommer, Sonne, Hitze: Extrem hohe Temperaturen belasten zunehmend den Alltag vieler Menschen in Deutschland und verursachen...

DWN
Technologie
Technologie 70.000 Dollar für eine Hand: Deutschlands Chance im Roboter-Boom
21.09.2026

China lieferte im ersten Halbjahr 97 Prozent aller humanoiden Roboter weltweit aus. Warum eine Fraunhofer-Studie ausgerechnet in deren...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft IAB-Studie: Rüstungsindustrie kann Stellenabbau nicht auffangen
21.09.2026

Die Rüstungsindustrie wächst, doch als Auffangbecken für Beschäftigte aus kriselnden Industriezweigen taugt sie bislang kaum. Neue...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Škoda Peaq im Test: Wenn die Reichweite ihrem Namen alle Ehre macht
21.09.2026

Mit dem Škoda Peaq stellt die Marke ihr bislang größtes Elektroauto vor. Der SUV setzt auf hohe Reichweite, viel Innenraum, starke...