Technologie

Türkei bringt eigenes Elektroauto auf den Markt

Die Türkei wird im kommenden Dezember erstmals ein heimisches Elektroauto auf den Markt bringen. Es handelt sich dabei um ein elektrisches SUV-Fahrzeug.
06.10.2019 09:10
Lesezeit: 1 min
Türkei bringt eigenes Elektroauto auf den Markt
Die Massenproduktion soll bereits in einem knappen Jahr beginnen. (Foto: dpa) Foto: Yang Shiyao

Die Türkei wird den Prototyp des ersten einheimischen Elektroautos des Landes im Dezember zwei Jahre nach der Gründung eines Joint Ventures von fünf lokalen Industrieriesen auf den Markt bringen. “Wir hoffen, im Dezember den fahrenden Prototyp des ersten im Inland hergestellten türkischen Autos vorstellen zu können. Dies wird ein wichtiger Erfolg für unsere Bemühungen. Die Türkei wird das einzige Land in unserer Region sein, das einen elektrischen Geländewagen produzieren kann”, zitiert die Hürriyet den Minister für Industrie und Technologie, Mustafa Varank.

Der Prototyp ist ein elektrischer SUV, einer von fünf verschiedenen Modellen, die vom Joint Venture hergestellt werden. Fünf Zulieferer (Anadolu Group, BMC, Kıraça Holding, Turkcell und Zorlu Holding) haben gemeinsam an der Produktion teilgenommen. Einzelheiten zu den Elektroautos und ihrer Marke werden im Rahmen der Zeremonie im Dezember bekannt gegeben. Nach einer Investition von drei Milliarden US-Dollar hofft die Türkei, drei Modelle mit fünf verschiedenen Karosserien herstellen zu können: Limousine, Schrägheck, Kombi, Sport und Crossover. Die Massenproduktion der Autos soll Ende 2022 beginnen.

Varank sagte, es habe einige Verzögerungen bei der Umsetzung des Fahrplans für das türkische Auto gegeben, und betonte: “Wir wollen den Prozess beschleunigen. Unser Präsident ist auch sehr daran interessiert, den Abschluss dieses Herstellungsprozesses zu sehen. Er ist mit der Fristverlängerung des Prozesses nicht zufrieden. Wir sehen die Herstellung des ersten in der Türkei hergestellten Autos als ein sehr wichtiges Projekt. Es ist eine Revolution in Bezug auf unsere industriellen Bemühungen”

Der Staat unterstütze den Herstellungsprozess, es sei aber eine kommerzielle Angelegenheit, die von diesen fünf Unternehmen betrieben werde. “Unsere Initiative steht in engem Zusammenhang mit unseren Bemühungen, einen technologiefokussierten Branchenwechsel einzuleiten. Es war der richtige Zeitpunkt für uns, die Elektroautos herzustellen”, so Varank.

Der Zeitung Sabah zufolge soll die Produktion des türkischen Elektroautos dazu führen, dass das türkische Handelsbilanzdefizit um schätzungsweise sieben Milliarden Euro zurückgeht. Es sollen (direkt und indirekt) 20.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Zufall mit System: Die entscheidende Rolle von RNGs im Gaming

Viel mehr als Würfel-Glück: Erfahre, wie Zufallsgeneratoren von Slot-Klassikern bis hin zu KI-Welten für Fairness, Immersion und echten...

DWN
Finanzen
Finanzen ChatGPT geht an die Börse
09.06.2026

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI steuert auf die Börse zu. Zugleich macht das Unternehmen aber deutlich, dass es sich für diesen Schritt...

DWN
Politik
Politik Analyse: Nein, es gibt keine Aussicht auf Frieden in der Ukraine
09.06.2026

Weder militärisch noch diplomatisch gibt es eine Aussicht auf einen Waffenstillstand, geschweige denn auf Frieden im Krieg zwischen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Chinas Außenhandel gewinnt trotz Iran-Unsicherheit an Fahrt
09.06.2026

Chinas Exporte legen erneut kräftig zu. Der Außenhandel bleibt eine zentrale Stütze der Wirtschaft – und verschärft zugleich...

DWN
Politik
Politik EU plant Einreiseverbot für russische Ukraine-Kämpfer
09.06.2026

Ursula von der Leyen will mit neuen Sanktionen den Druck auf Russland weiter erhöhen. Diesmal rücken auch Soldaten in den Fokus – und...

DWN
Finanzen
Finanzen SpaceX & Co: Warum sie trotz Kurswachstum nicht jetzt einsteigen sollten
09.06.2026

Das Ende einer neunwöchigen Aufwärtsbewegung der Indizes und die schlechteste Woche für Bitcoin seit 2022.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Chefs, Stress und Traurigkeit: Wie unglücklich wir bei der Arbeit sind – und welche Lösungen es gibt
09.06.2026

Viele Beschäftigte sind der Meinung, jederzeit einen neuen Job finden zu können. Trotzdem wechseln nur wenige ihren Arbeitgeber, obwohl...

DWN
Politik
Politik Irland gerät wegen Russland-Exporten unter Druck
09.06.2026

Ein irisches Werk liefert offenbar Aluminiumoxid an einen russischen Konzern, dessen Produkte laut Recherchen in der Rüstungsindustrie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Entlassungswelle: Kurz und schmerzhaft – wie Kündigungen in Deutschland ablaufen
09.06.2026

Kündigungen in Deutschland nehmen stark zu und viele Arbeitnehmer trifft eine Entlassung überraschend, schnell und oft ohne Abfindung....