Deutschland

Einkommen und Hausbau: Eine Ausbildung lohnt sich mehr als ein Studium

Einer Studie zufolge haben Menschen mit Ausbildungen in der Lebensphase, in der die Familiengründung und der Hausbau erfolgt, die Nase vorn. Sie verdienen mehr und nutzen die Zeit für den Hausbau.
22.02.2020 09:08
Lesezeit: 1 min
Einkommen und Hausbau: Eine Ausbildung lohnt sich mehr als ein Studium
Nordrhein-Westfalen, Bonn: Absolventen der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn werfen auf dem Campus in Talare gekleidet ihre Barette in die Luft. (Foto: dpa) Foto: Julian Stratenschulte

Ein Studium hat sich laut einer neuen Studie gegenüber einer Ausbildung finanziell erst mit Mitte 30 gelohnt. Bis zu einem Alter von 35 verdienten Menschen mit Ausbildung in ihrem bisherigen Arbeitsleben insgesamt durchschnittlich mehr als Akademiker. Das geht aus einer Untersuchung des Tübinger Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) hervor, die der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) am Donnerstag in Stuttgart vorstellte.

Darin untersucht wurde das Lebenseinkommen von 12.453 Personen der Jahrgänge 1948 bis 1986, also das Geld, das sie bis zu einem bestimmten Alter insgesamt verdient hatten. Am Ende des Arbeitslebens hatten Akademiker zwar die Nase vorn. Sie überholten aber erst mit Anfang 60 Meister und Techniker, die schon in den 20er- und vor allem in den 30er- und 40er-Lebensjahren insgesamt am meisten verdient hatten, so die dpa.Menschen mit Ausbildung hätten in der Phase die Nase vorn, in der Hausbau und Familiengründung wichtig seien, sagte BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke . Beließen es Menschen bei einer Ausbildung und machten keine Weiterbildung, fielen sie laut der Studie aber im Laufe des Arbeitslebens zurück und verdienten insgesamt rund ein Drittel weniger als Akademiker sowie Techniker und Meister.

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