Politik

Dank Corona-Grenzkontrollen: Bundespolizei schnappt Gangster-Pärchen

Die Bundespolizei hat am Grenzübergang Hörbranz der ein polizeibekanntes Pärchen aus dem Verkehr gezogen. Etliche Staaten hatten zu Beginn der Corona-Krise Grenzkontrollen im eigentlich kontrollfreien Schengenraum eingeführt.
08.05.2020 22:18
Aktualisiert: 08.05.2020 22:18
Lesezeit: 1 min
Dank Corona-Grenzkontrollen: Bundespolizei schnappt Gangster-Pärchen
Bayern, Pocking: Ein Polizist überprüft an einer Kontrollstelle der Bundespolizei auf der Autobahn A 3 kurz hinter der deutsch-österreichischen Grenze den Pass eines Autofahrers. (Foto: dpa) Foto: Armin Weigel

Die Bundespolizei teilt mit: “In der Nacht auf Donnerstag (7. Mai) hat die Bundespolizei am Grenzübergang Hörbranz ein polizeibekanntes Pärchen aus dem Verkehr gezogen. Die Beamten fanden bei einer Rumänin und einem Deutschen und zwei Tütchen Crystal Meth. Die beiden waren zudem zur Fahndung ausgeschrieben. Gegen Mitternacht kontrollierten Lindauer Bundespolizisten ein in Österreich wohnhaftes Pärchen als Insassen eines in der Schweiz zugelassenen Pkws. Bei der Überprüfung der rumänischen Fahrerin stellten die Beamten fest, dass die 28-Jährige per Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Leipzig wegen Betrugs gesucht wurde. Demnach hatte die Frau ihre Geldstrafe in Höhe von rund 2.000 Euro noch nicht beglichen. Die Beamten erleichterten die Gesuchte nun um ihre Justizschulden.”

Etliche Staaten hatten zu Beginn der Corona-Krise Grenzkontrollen im eigentlich kontrollfreien Schengenraum eingeführt - auch Deutschland. Menschen, die weder Deutsche noch dauerhaft hier ansässig sind, dürfen seither nur noch aus einem "triftigen Reisegrund" nach Deutschland kommen. Jeder, der aus dem Ausland nach Deutschland einreist, muss sich für zwei Wochen in Quarantäne begeben, so die dpa.

Zuletzt gab es immer mehr Forderungen, Deutschland solle die bislang bis zum 15. Mai angesetzten Kontrollen an den Grenzen zu seinen Nachbarländern aufheben. Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte am Freitag, mit der Lockerung der Ausgangsbeschränkungen in Frankreich seien nach seiner Ansicht an der französischen Grenze "ab Montag die strengen Grenzkontrollen in dieser Form nicht mehr notwendig".

Zuvor hatte der österreichische Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die Erwartung geäußert, dass die Grenze zu Deutschland "noch vor dem Sommer" geöffnet wird. Seine Regierung sei in dieser Frage fast täglich in Kontakt zu deutschen Partnern. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärte, im Kabinett sei vereinbart worden, bei diesem Thema "europäisch" und in enger Abstimmung mit den Nachbarländern vorzugehen.

"Unser oberstes Ziel ist die Wiederherstellung eines voll funktionsfähigen Schengenraums der Freizügigkeit, sobald die Gesundheitslage dies zulässt", sagte EU-Innenkommissarin Ylva Johansson am Freitag. Dann erst könnten die Beschränkungen an den Außengrenzen aufgehoben werden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Unternehmen
Unternehmen KI-Einsatz in Deutschland: KI bleibt in Unternehmen oft im Testlauf stecken
07.06.2026

Der Hype um Künstliche Intelligenz in der deutschen Wirtschaft ist groß. Doch der Schritt vom ersten Testlauf in den täglichen...

DWN
Finanzen
Finanzen VW-Aktie: Mit ID. Polo und Cupra Raval beginnt die Elektro-Offensive von Volkswagen
07.06.2026

Volkswagen startet mit einer neuen Generation kompakter Elektroautos in einen der wichtigsten Wachstumsmärkte Europas. Die Erwartungen an...

DWN
Finanzen
Finanzen Ende des billigen Geldes: Wie Staaten den Preis des Krieges zahlen
07.06.2026

Der Krieg im Iran ist nicht nur ein Ölpreisschock. Er zeigt, wie verwundbar Staaten geworden sind, wenn Energiepreise, Inflation und hohe...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft IEA-Bericht: Das Zeitalter der Elektrizität beginnt mit Rekordinvestitionen
06.06.2026

Die zweite Energiekrise in fünf Jahren verändert den globalen Energiemarkt. Strom, Netze, Batterien und Solarenergie rücken ins Zentrum...

DWN
Technologie
Technologie E-Auto: Gebrauchte Elektroautos könnten bald deutlich attraktiver werden
06.06.2026

Der Markt für gebrauchte Elektroautos wächst, bleibt aber deutlich hinter klassischen Verbrennern zurück. Gründe dafür sind hohe...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutsche Wirtschaftspolitik unter Beschuss: Mittelstand und Traditionsunternehmen in Existenznot
06.06.2026

Insolvenzrekorde, verzweifelte Unternehmer und eine stagnierende Wirtschaft. Die Existenznot in deutschen Firmen geht um, die Lage war noch...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Selbstzweifel im Job: Wie Schwächen zu Stärken werden
06.06.2026

Im Arbeitsalltag verläuft nicht immer alles reibungslos. Weshalb Selbstzweifel ganz normal sind und welche Fragen jetzt besonders wichtig...

DWN
Panorama
Panorama Mercedes CLA im Test: Ungewöhnlich, sparsam und besser denn je
06.06.2026

Der neue Mercedes CLA sieht nicht sofort nach Liebe auf den ersten Blick aus. Doch unter der auffälligen Hülle steckt ein überraschend...