Politik

Schäuble wird unruhig: Landtagswahl-Ergebnisse kein Signal für die Bundestagswahl im Herbst

Der altgediente CDU-Politiker Wolfgang Schäuble meint, dass die Ergebnisse der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz keinen Einfluss auf die Bundestagswahl im Herbst haben werde. In Rheinland-Pfalz hat sich die SPD und in Baden-Württemberg haben sich die Grünen als Sieger durchgesetzt.
14.03.2021 18:29
Aktualisiert: 14.03.2021 18:29
Lesezeit: 1 min
Schäuble wird unruhig: Landtagswahl-Ergebnisse kein Signal für die Bundestagswahl im Herbst
26.04.2018, Berlin: Wolfgang Schäuble, Bundestagspräsident, blickt zur AfD Fraktion im Plenum im Bundestag. (Foto: dpa) Foto: Michael Kappeler

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sieht in den aktuellen Landtagswahl-Ergebnissen kein Signal für die Bundestagswahl im Herbst. „Das war eine Wahl der Persönlichkeiten“, sagte der CDU-Politiker in der ARD. Die Persönlichkeiten der beiden Regierungschefs hätten „mit weitem Abstand“ den Ausschlag gegeben. „Für die CDU ist es kein schöner Abend“, räumte Schäuble ein. „Aber das war vorhersehbar.“ Es gehe jetzt darum, Stabilität sicherzustellen in beiden Bundesländern.

Mehr zum Thema: Wird der Lockdown bis Ende März 2022 andauern? Und was wusste Schäuble?

„Es ist für uns ein Superstart ins Superwahljahr“, sagt Grünen-Chef Robert Habeck. Weitsicht und Pragmatismus seien der Auftrag an die Bundespartei. Co-Parteichefin Annalena Baerbock wertet die Wahlergebnisse als Zeichen, dass die Grünen auch in schwierigen Zeiten das Vertrauen der Wähler gewinnen könnten. „Für uns ist das jetzt ein großer Auftrag für mehr Klimaschutz“, sagt Baerbock. In einer Zeit voller Unsicherheit gelte es aber auch, ein neues Fundament für einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt zu schaffen.

Die Wahlbeteiligung ist in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz deutlich gesunken. Laut ARD haben in Baden-Württemberg 62,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, in Rheinland-Pfalz waren es 64 Prozent. In beiden Ländern waren es bei der letzten Wahl rund 70 Prozent.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Wahlergebnisse mit der „unsäglichen“ Masken-Affäre begründet. Die Abkehr von der sehr stringenten Corona-Politik in den vergangenen Wochen habe die CDU möglicherweise auch geschwächt.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt und Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Blase: Warum Investoren trotz Überinvestitionssorgen weiter auf den Markt setzen
04.01.2026

Die globalen Finanzmärkte erleben eine Phase ungewöhnlich hoher Investitionen in künstliche Intelligenz, die sowohl Optimismus als auch...

DWN
Finanzen
Finanzen In Rohstoffe investieren: So sichern Anleger Rendite und Stabilität
04.01.2026

Die Marktunsicherheit stärkt das Interesse an Rohstoffen als stabilisierendem Baustein im Depot. Doch welche dieser Anlagen bieten...

DWN
Panorama
Panorama DWN-Wochenrückblick KW 01: Die wichtigsten Analysen der Woche
04.01.2026

Im DWN Wochenrückblick KW 01 des neuen Jahres fassen wir die zentralen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen der vergangenen...

DWN
Politik
Politik Staat dämpft bei Strom- und Gaskosten: Wie sich das auswirkt
04.01.2026

Die Strom-Netzentgelte sinken. Das entlastet viele Kunden – aber nicht alle gleichmäßig. Bei Gaskunden macht sich der Wegfall der...

DWN
Immobilien
Immobilien Bau-Turbo? Deutsche Baubranche steckt in der Krise
04.01.2026

Der Bund hat 500 Millionen Euro des Sondervermögens dem deutschen Bauwesen versprochen. Und diese Hilfe kommt keine Sekunde zu früh: Die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Vertrauensarbeitszeit: Wann Überstunden erlaubt sind
03.01.2026

Vertrauensarbeitszeit verspricht Freiheit und Flexibilität, doch sie birgt rechtliche Fallstricke. Besonders bei Überstunden herrscht oft...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Forschungszulage 2026: Bis zu 4,2 Mio. Euro Förderung für Betriebe
03.01.2026

Mit höheren Fördersätzen und pauschalen Gemeinkosten wird die Forschungszulage zu einem der wirkungsvollsten Wettbewerbshebel für...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Job Rotation: Wie Unternehmen mit Mitarbeiter-Rotation die Monotonie besiegen
03.01.2026

Arbeitgeber werden permanent vor die Herausforderung gestellt, ihre Mitarbeiter zu halten. Denn: Viele wünschen sich Weiterentwicklung und...