Politik

Russland verlegt zehn Kriegsschiffe vom Kaspischen ins Schwarze Meer

Das russische Verteidigungsministerium gibt in einer Mitteilung bekannt, dass zehn Kriegsschiffe und Lande- und Artillerieboote vom Kaspischen Meer ins Schwarze Meer verlegt werden.
08.04.2021 14:57
Aktualisiert: 08.04.2021 14:57
Lesezeit: 1 min
Russland verlegt zehn Kriegsschiffe vom Kaspischen ins Schwarze Meer
Lande- und Artillerieboote der russischen Marine. (Foto: Russisches Verteidigungsministerium)

Zehn Kriegsschiffe der kaspischen Flottille der Russischen Föderation werden vom Kaspischen Meer ins Schwarze Meer verlegt. Der Pressedienst des südlichen Militärbezirks der Russischen Föderation teilt mit: „Im Rahmen der Winterinspektion machen mehr als 10 Lande- und Artillerieboote und Schiffe der Kaspischen Flottille des südlichen Militärbezirks einen flottenübergreifenden Übergang vom Kaspischen zum Schwarzen Meer (…) Gemäß dem Inspektionsplan werden die Besatzungen von CFL-Booten in Zusammenarbeit mit der Schwarzmeerflotte an Marineübungen teilnehmen.“

Währenddessen führten auf der besetzten Krim Einheiten der Militärpolizei und der militärischen Inspektion der Schwarzmeerflotte der Russischen Föderation auf dem Angarsky-Testgelände Übungen durch. Auf Befehl des Befehlshabers der Truppen Südostrusslands, Alexander Dvornikov, waren Einheiten der Marine und Küstentruppen der Schwarzmeerflotte der Russischen Föderation und der Kaspischen Flottille Russlands an der Überprüfung der Bereitschaft zur Abwehr von See- und Luftfahrzeugen beteiligt, so das Blatt „Pravda“.

Zuvor hatten die Deutschen Wirtschaftsnachrichten berichtet, dass sich der Ukraine-Konflikt voraussichtlich an die Küstenregionen am Asowschen Meer, das ins Schwarze Meer führt, verlagert. Aus ukrainischer Sicht besteht das Risiko, dass bei einem Aufflammen des Konflikts die pro-russischen Rebellen in der Ukraine die Hafenstadt Mariupol einnehmen. Aus russischer Sicht würde die Kontrolle über das Asowsche Meer den pro-russischen Rebellen einen großen strategischen Vorteil verschaffen (HIER).

Russland hatte am Abend des 6. April 2021 eine landesweite Militärübung angekündigt, die in allen Militärbezirken des Landes stattfinden soll. Im April werden 4.048 Trainings-Übungen auf 101 Übungsplätzen in allen Militärbezirken Russlands stattfinden, sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Dienstag in einem Kommentar, der auf der Website des Ministeriums veröffentlicht wurde (HIER).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

DWN
Politik
Politik So sehen Rohstoffanalysten den Ölpreis weit bis ins Jahr 2027 hinein
15.10.2026

Drei Rohstoffanalysten erklären, wie viel ein Barrel Öl 2027 kosten könnte. Zwei schwer kalkulierbare Faktoren, die Energiewende und die...

DWN
Politik
Politik Tabaksteuer: Zigaretten dürften bald sehr viel teurer werden
15.10.2026

Millionen Menschen rauchen in Deutschland, das beschert dem Fiskus Jahr für Jahr Milliardeneinnahmen. Künftig möchte der Bund noch mehr...

DWN
Politik
Politik EU-Haushalt 2028-2034: Nichts im Leben ist umsonst
15.10.2026

Vor der entscheidenden Phase der Verhandlungen über den siebenjährigen EU-Haushalt 2028 bis 2034 sollte man das deutsche Sprichwort auch...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte: Nasdaq und S&P 500 sacken ab, während Inflationssorgen steigen
14.10.2026

Welche Entwicklungen die Märkte jetzt erschüttern und wo sich überraschende Chancen auftun.

DWN
Politik
Politik Wie gewinnt man den nächsten Krieg? Ex-US-Verteidigungsminister Austin erläutert in Warschau die NATO-Strategie
14.10.2026

Der pensionierte General Lloyd Austin, der unter Präsident Joe Biden US-Verteidigungsminister war, hat beim Warsaw Security Forum die...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell unter Druck: Nach US-Inflationsschub blicken Anleger auf die Fed
14.10.2026

Der Goldpreis tendiert am Mittwochnachmittag in der Verlustzone, weil höhere US-Verbraucherpreise die Hoffnung auf eine Zinssenkung...

DWN
Politik
Politik Trumps Vereinbarung mit Putin dreht sich um weit mehr als Diesel
14.10.2026

Donald Trumps Diesel-Abkommen mit Wladimir Putin wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich: US-Gesetze begrenzen russische...

DWN
Technologie
Technologie Starlink in der Ukraine: Streit um neue Geschwindigkeitsgrenze
14.10.2026

In der Ukraine wächst der Ärger über eine offenbar neue Einschränkung beim Satelliteninternet Starlink. Nach Angaben aus dem Umfeld von...