Finanzen

Deutsche Börsianer zeigen sich ohne Emotionen - nachmittags US-Arbeitsmarktdaten

Die Börsen scheinen die Erschütterung langsam zu überwinden, die es zum Wochenstart gegeben hat. Heute Morgen freuten sie sich über positive Nachrichten.
09.12.2021 11:39
Aktualisiert: 09.12.2021 11:39
Lesezeit: 1 min
Deutsche Börsianer zeigen sich ohne Emotionen - nachmittags US-Arbeitsmarktdaten
Porsche war gestern mit einem Zuwachs von 3,5 Prozent die Nummer eins. (Foto: dpa)

Der deutsche Leitindex hat bis 11.30 Uhr 0,2 Prozent auf 15.659 Punkte verloren.

Die volkswirtschaftlichen Daten, die heute Morgen aus Deutschland kamen, waren günstig. So erfreuten sich die Anleger an gestiegenen Exporten und Importen. Die Ausfuhren kletterten im Oktober um 4,1 Prozent, während die Einfuhren um fünf Prozent zulegten. Dies war die stärkste Entwicklung seit einem Jahr – und das, obwohl die Lieferketten immer noch gestört sind.

Doch gab es auch Nachrichten aus dem Reich der Mitte, die nicht nur positiv waren: So ist der Erzeugerpreisindex (PPI) im November im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,9 Prozent gestiegen. Hier hatten die Fachleute eine Erhöhung von lediglich 12,4 Prozent erwartet. Allerdings ist der Verbraucherpreisindex (CPI) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,3 Prozent gestiegen. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Wachstum von sogar 2,5 Prozent gerechnet.

Nachmittags warten die Börsianer erneut auf Arbeitsmarktdaten aus den USA. Es geht um die vergangene Woche – und zwar um die Erst- und Folgeanträge für die Arbeitslosenunterstützung. Die Ökonomen rechnen mit 255.000 und 1,88 Millionen. In der Vorwoche hatten die Zahlen noch bei 222.000 und 1,956 Millionen gelegen. Doch das ist noch nicht alles: Die Anleger erfahren, wie sich die Großhandelsinventare im Oktober entwickelt haben. Die Fachleute gehen von einem Wachstum gegenüber dem Vormonat um 2,2 Prozent aus. Bei der letzten Messung hatte es ein Plus von 1,4 Prozent gegeben.

Bereits gestern hat sich der Dax so ähnlich wie heute Morgen präsentiert. Der Index verlor 0,8 Prozent auf 15.687 Punkte. Diejenige Aktie, die am meisten gewann, war Porsche, das 3,5 Prozent auf 84,36 Euro zulegte. Dahinter platzierte sich Symrise (plus 1,6 Prozent auf 128,90 Euro), gefolgt von Delivery Hero (plus 1,5 Prozent auf 109,25 Euro).

Darüber hinaus gab es Verlierer: HelloFresh hat 10,9 Prozent auf 76,36 Euro eingebüßt. Auf den folgenden Rängen landeten Infineon (minus 4,6 Prozent auf 40,92 Euro) und Siemens Energy (minus 2,7 Prozent auf 22,88 Euro).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Die Ökonomie der Aufmerksamkeit: Warum Unternehmen um jede Minute kämpfen

Im Internet ist Geld nicht länger die einzige Währung. Eine ebenso große Rolle spielt die Währung Aufmerksamkeit. Wer im Überfluss an...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik US-Inflation außer Kontrolle? Warum Amerikas Wähler die Geduld verlieren
19.07.2026

Die offiziellen Wirtschaftsdaten wirken solide, doch viele Amerikaner empfinden ihre finanzielle Lage als zunehmend bedrückend. Bidens...

DWN
Unternehmen
Unternehmen BMW-Werksleiter Schröder: Wie ein Maschinenbauingenieur erfolgreich durch turbulente Jahre führt
19.07.2026

Der Leiter des BMW-Werks in Dingolfing, dem größten in Europa, setzt auf die Qualifikation der Mitarbeiter, was sich in der stetig...

DWN
Finanzen
Finanzen Gefällt Dir das Produkt? Dann kaufe die Aktie!
19.07.2026

Früher war Aktienauswahl oft erstaunlich einfach: Wer ein Produkt mochte und verstand, investierte auch in das Unternehmen dahinter. Doch...

DWN
Finanzen
Finanzen Die zehn reichsten Deutschen – und der Vergleich zu Elon Musk
19.07.2026

Deutschlands reichste Menschen sind Unternehmer und Erben von Unternehmern, deren Firmen weltweit Milliarden Euro umsetzen. Gründer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Japan: Der Feind ist nicht das Elektroauto, der Feind ist der Kohlenstoff
19.07.2026

Autos aus diesem asiatischen Land stehen ganz oben auf der Wunschliste potenzieller Käufer. Zu den Stärken der Branche zählen die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Niedrige Geburtenrate: Warum weniger Kinder die Wirtschaft produktiver machen könnten
19.07.2026

Weniger Kinder, weniger Arbeitskräfte, weniger Wachstum: Diese Rechnung klingt logisch, könnte aber falsch sein. Eine neue Studie zeigt,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Hackergruppen 2026: Diese Cyber-Elite greift Deutschlands Unternehmen an
19.07.2026

Sie knacken nicht nur Passwörter, sondern manipulieren Helpdesks, missbrauchen Fernzugriffe und stehlen sogar biometrische Daten. Die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Von Bauunternehmen bis hin zu Energieversorgern: Das sind die unerwarteten Gewinner des KI-Booms
19.07.2026

Für zahlreiche Unternehmen aus klassischen Industriezweigen – von Bergbauunternehmen bis hin zu Herstellern von Kühlsystemen – hat...