Technologie

Frankreich schließt zwei Atomkraftwerke, weil Risse an Fassade gefunden wurden

In Frankreich müssen zwei Atomkraftwerke schwerer Mängel an den Fassaden geschlossen werden. Zuvor hatte Präsident Macron noch angekündigt, den Bau von Atomkraftwerken forcieren zu wollen.
17.12.2021 14:51
Aktualisiert: 17.12.2021 14:51
Lesezeit: 1 min

Der staatliche französische Energie-Riese Électricité de France SA (EDF) hat zwei Kernkraftwerke stillgelegt, nachdem bei routinemäßigen Sicherheitsinspektionen Risse in einem Kraftwerk festgestellt wurden.

EDF schrieb in einer Pressemitteilung, bei „vorbeugenden Wartungskontrollen am Primärkreislauf des Reaktors Nummer 1 des Kernkraftwerks Civaux“ wurden Risse aufgrund von Korrosion an den Rohren festgestellt. „Überprüfungen an derselben Ausrüstung des Reaktors Nummer 2 des Kernkraftwerks Civaux haben ähnliche Mängel ergeben“, so das Unternehmen.

Die französische Behörde für nukleare Sicherheit (ASN) wurde über Risse informiert, die in der Nähe der Schweißnähte an den Rohren des Reaktors festgestellt wurden.

EDF hat Civaux vorübergehend geschlossen, um „die betroffenen Teile an den beiden Civaux-Reaktoren auszutauschen, wobei die Arbeiten durch eine in Zusammenarbeit mit der ASN erstellte technische Anweisung geregelt werden, die zu einer Verlängerung der Stilllegung der beiden Reaktoren führt“, hieß es.

EDF hat sich auch dafür entschieden, zwei Reaktoren in einem anderen Kernkraftwerk in Chooz im Nordosten der Ardennen für Inspektionen zu schließen. Beide Kraftwerke verwenden die gleiche Reaktortechnologie.

Die vorübergehende Schließung der Reaktoren von Civaux und Chooz wird die Leistung um eine Terawattstunde reduzieren.

Der französische Präsident Macron hatte Anfang November 2021 angekündigt, neue Atomreaktoren bauen zu lassen. Nur so sei es möglich, die Energieunabhängigkeit Frankreichs und günstige Energiepreise für die Haushalte zu sichern (Mehr HIER).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Der wachsende Trend zu flexiblen Konsumausgaben bei deutschen Verbrauchern

Deutsche Haushalte verändern ihr Ausgabeverhalten grundlegend. Wo früher feste Sparpläne und monatliche Budgets den Alltag bestimmten,...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik EU-Verpackungsverordnung tritt in Kraft: Welche schärferen Regeln gelten
12.08.2026

Ein Coffee-to-go, eine Pizza zum Mitnehmen und eine Bestellung aus dem Internet, die im riesigen Karton kommt: Ab heute gelten in der EU...

DWN
Politik
Politik Geheimdienst-Reform: BND und Verfassungsschutz bekommen mehr Macht
12.08.2026

Die geplante Reform der Geheimdienste soll laut dem CDU-Politiker Henrichmann mehr Befugnisse bringen: Nachrichtendienste sollen künftig...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Krieg verändert sich: Putins Hinterland wird zur neuen Front
12.08.2026

Die Front bewegt sich kaum noch, doch der Ukraine-Krieg bekommt eine neue Dimension. Ukrainische Drohnen und Raketen treffen Raffinerien,...

DWN
Politik
Politik Landtagswahl Sachsen-Anhalt: Wagenknecht könnte AfD zur Macht verhelfen
12.08.2026

Knapp vier Wochen vor der Wahl in Sachsen-Anhalt liegt die AfD in Umfragen weit vorn. Und das BSW kann sich Hoffnung auf den Sprung über...

DWN
Technologie
Technologie KI-Wasserzeichen: Claude wird unsichtbar markiert und Unternehmen müssen reagieren
12.08.2026

Claude soll künftig unsichtbare Spuren in Texten und Dateien hinterlassen. Anthropic reagiert damit auf neue Vorgaben des EU AI Act, doch...

DWN
Finanzen
Finanzen Neues DAX-Rekordhoch: Warum Anleger Deutschlands Krise ignorieren
12.08.2026

Deutschlands Industrie verliert Arbeitsplätze, Investitionen fehlen und die Konjunktur kommt kaum vom Fleck. Trotzdem jagt der DAX von...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschland: Arbeitszeit pro Kopf sinkt leicht - Ältere arbeiten mehr
12.08.2026

Die durchschnittliche Arbeitszeit pro Kopf ist besonders bei Männern und Jüngeren gesunken. Bei Frauen hingegen blieb sie stabil. Woran...

DWN
Politik
Politik Städtetags-Präsident warnt Bundesregierung: "Stimmung in den Rathäusern explosiv"
12.08.2026

Die Kommunen stehen finanziell unter Druck. Die Stimmung in den Rathäusern sei noch nie so schlecht gewesen, heißt es vom Städtetag. Er...