Politik

USA: Oberster Gerichtshof urteilt gegen Zwangsimpfungen in Großunternehmen

Der Oberste Gerichtshof hat am Donnerstag die Biden-Regierung daran gehindert, ihre umfassenden Impf- oder Testanforderungen für große Privatunternehmen durchzusetzen.
13.01.2022 21:34
Aktualisiert: 13.01.2022 21:34
Lesezeit: 1 min
USA: Oberster Gerichtshof urteilt gegen Zwangsimpfungen in Großunternehmen
Ausrüstung von Journalisten steht vor dem Gebäude des Obersten Gerichtshofs der USA. (Foto: dpa) Foto: Liu Jie

Der Oberste Gerichtshof hat am Donnerstag die Biden-Regierung daran gehindert, ihre umfassenden Impf- oder Testanforderungen für große Privatunternehmen durchzusetzen, ließ jedoch ein Impfmandat für medizinische Einrichtungen gelten, die Medicare- oder Medicaid-Zahlungen entgegennehmen.

Das Urteil erging drei Tage, nachdem die Sofortmaßnahmen der Arbeitsschutzbehörde „Occupational Health and Safety Administration“ (OSHA) in Kraft getreten waren.

Dieses Mandat sah vor, dass Arbeitnehmer in Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern sich impfen lassen oder wöchentlich einen negativen Corona-Test vorlegen müssen, um den Arbeitsplatz zu betreten. Außerdem mussten ungeimpfte Arbeitnehmer bei der Arbeit in Innenräumen Masken tragen.

„Obwohl der Kongress der OSHA unbestreitbar die Befugnis erteilt hat, Berufsgefahren zu regulieren, hat er dieser Behörde nicht die Befugnis verliehen, die öffentliche Gesundheit umfassender zu regulieren (…) Die Impfung von 84 Millionen Amerikanern zu verlangen, die nur ausgewählt wurden, weil sie für Arbeitgeber mit mehr als 100 Angestellten arbeiten, fällt sicherlich in die letztere Kategorie“, so das Gericht.

Das Urteil des Obersten Gerichtshofs kann HIER abgerufen werden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Warum lokale Medien ihre Technik aufrüsten und gleichzeitig Kosten senken

Wenn du heute eine Redaktion in einer Kleinstadt betrittst, fällt dir vielleicht eine überraschende Ruhe auf. Die übliche hektische...

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Kreml signalisiert Gesprächsbereitschaft gegenüber Europa
21.05.2026

Russland zeigt sich nach Angaben des Kremls offen für direkte Gespräche mit europäischen Staaten. Kremlsprecher Dmitri Peskow sprach von...

DWN
Panorama
Panorama Schuldspruch im Berufungsprozess: Air France und Airbus nach Absturz verurteilt
21.05.2026

Wende im Fall des Absturzes von Flug AF 447 im Jahr 2009 mit 228 Todesopfern: Ein Pariser Berufungsgericht hat Air France und Airbus der...

DWN
Politik
Politik EU-Asylwende: Abschiebezentren in Drittstaaten vor der Umsetzung
21.05.2026

Die Europäische Union steht vor einer grundlegenden Reform ihrer Abschiebepolitik. Die Verhandlungen über die neue, verschärfte...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Krise der Autoindustrie: Eberspächer zieht die Reißleine in Deutschland
21.05.2026

Der Esslinger Autozulieferer Eberspächer kämpft mit Umsatzrückgängen und geopolitischen Spannungen. Als Reaktion auf die weltweite...

DWN
Politik
Politik Debatte um späteren Renteneintritt: Regierung weist Gerüchte um Rente mit 70 zurück
21.05.2026

Kurz vor dem Abschlussbericht der Rentenkommission sorgen Spekulationen über ein mögliches höheres Renteneintrittsalter für politische...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Stagnation: Bundesbank warnt vor Konjunkturstillstand durch Iran-Krieg
21.05.2026

Deutschlands Wirtschaft verliert nach Einschätzung der Bundesbank spürbar an Schwung. Vor allem die Auswirkungen des Iran-Krieges...

DWN
Finanzen
Finanzen Nvidia-Aktie: Milliardenumsatz und Ausblick reichen nicht für neues Rekordhoch – Anleger bleiben vorsichtig
21.05.2026

Der KI-Boom treibt Nvidia seit Jahren zu immer neuen Rekorden, doch diesmal reagieren Anleger überraschend zurückhaltend. Analysten loben...

DWN
Finanzen
Finanzen So haben die Börsenprofis ihre Portfolios in der Iran-Krise angepasst
21.05.2026

Die Iran-Krise und hohe Bewertungen im Technologiesektor spalten die größten Investoren der Welt. Besonders die Microsoft-Aktie zeigt,...