Finanzen

US-Börsen: Wall Street schließt dritten Tag in Folge im Minus

Die wichtigsten US-Aktienindizes beendeten den Handelstag am Dienstag bereits den dritten Tag in Folge mit Verlusten.
31.12.2025 00:08
Lesezeit: 2 min
US-Börsen: Wall Street schließt dritten Tag in Folge im Minus
Blick auf das Herz der US-Börsen in einem der bedeutendsten Finanzzentren der Welt. (Foto: Farid El Messaoudi/iStock) Foto: Farid El Messaoudi/iStock

Der Nasdaq Composite gab um 0,24 Prozent nach, der S&P 500 fiel um 0,14 Prozent und der Dow Jones Industrial verlor 0,2 Prozent.

Die Tesla-Aktie verbilligte sich um 1,17 Prozent, nachdem der Automobilhersteller erstmals in seiner Unternehmensgeschichte vorläufige Daten zu den Auslieferungen im vierten Quartal veröffentlicht hatte. Die Nvidia-Aktie gab um 0,36 Prozent nach, belastet durch Berichte über mögliche Verhandlungen zur Übernahme des in Israel ansässigen KI-Start-ups AI21 Labs, dessen Bewertung bis zu 3 Milliarden US-Dollar erreichen könnte.

Die Meta-Aktie hingegen legte um 1,1 Prozent zu, nachdem bekannt wurde, dass das Unternehmen das KI-Start-up Manus, das chinesische Wurzeln hat, für mehr als 2 Milliarden US-Dollar übernehmen wird.

Unterdessen erholten sich die Edelmetalle nach dem starken Einbruch am Vortag. Die Silber-Futures stiegen um mehr als 7,9 Prozent und machten damit den größten Tagesverlust seit über fünf Jahren teilweise wett. Die Gold-Futures verteuerten sich um rund 1 Prozent.

Auch Platin und Kupfer notierten weiterhin nahe ihren Rekordhochs, vor allem gestützt durch den KI-Boom. Am Dienstag legten die Futures dieser Metalle um 4,6 Prozent beziehungsweise 3,5 Prozent zu.

Aus dem Protokoll der Dezember-Sitzung der US-Notenbank (Federal Reserve) geht hervor, dass unter den Mitgliedern des Offenmarktausschusses (FOMC) Uneinigkeit über die Entscheidung herrschte, die Zinssätze zu Beginn des Monats zu senken. Dem Protokoll zufolge ist eine weitere Abschwächung der Inflation die Voraussetzung für künftige Zinssenkungen.

Etwa 84 Prozent der Händler gehen davon aus, dass die Zinssätze im nächsten Monat unverändert bleiben. Was die Entscheidung im März betrifft, sind die Investoren jedoch nahezu gleichmäßig gespalten.

Biopharma-Unternehmen erholt sich um mehr als 15 Prozent

Die Aktie des biopharmazeutischen Unternehmens Ultragenyx Pharmaceutical stieg um 15,52 Prozent und erholte sich damit teilweise von dem gestrigen Einbruch um mehr als 42 Prozent. Der Anstieg wurde durch eine Einschätzung des Wells-Fargo-Analysten Benjamin Burnett gestützt: Obwohl er das Kursziel von 65 auf 45 US-Dollar senkte, behielt er seine Kaufempfehlung („Overweight“) bei. Ausgehend vom gestrigen Schlusskurs von 19,72 US-Dollar impliziert das neue Kursziel ein Aufwärtspotenzial von mehr als 128 Prozent.

Die Aktie des Flugzeugleasingunternehmens FTAI Aviation verteuerte sich um 14,38 Prozent nach der Ankündigung eines neuen Geschäftsbereichs, in dessen Rahmen CFM56-Flugzeugtriebwerke zu Turbinen für die Stromerzeugung mit 25 Megawatt umgerüstet werden sollen. Die Produktion soll 2026 mit einem Volumen von über 100 Einheiten pro Jahr beginnen.

Die Aktie des Sportartikelherstellers Under Armour kletterte um 7,52 Prozent, nachdem die Holdinggesellschaft Fairfax Financial ihren Anteil an dem Unternehmen von 9 Prozent auf 16,1 Prozent erhöht hatte, wie aus einem bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Dokument hervorgeht. Dieser Schritt folgte auf Quartalsergebnisse (Q2), die besser als erwartet ausgefallen waren.

Ebenfalls deutlich zulegen konnten die Aktien des Energieinfrastruktur-Entwicklers Fermi (+7,58 Prozent) und des Drohnenherstellers Ondas Holdings (+6,26 Prozent).

Trumps Mediengeschäft setzt Talfahrt fort

Die Aktie der Trump Media & Technology Group, die mit US-Präsident Donald Trump in Verbindung steht, setzte ihren Abwärtstrend fort und fiel um 8,67 Prozent, nachdem sie bereits gestern ein Minus von 9,11 Prozent verzeichnet hatte. Das Unternehmen hatte im November bekannt gegeben, dass sich der Verlust im dritten Quartal ausgeweitet hat und der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen ist.

Die Aktie des Bergbauunternehmens Energy Fuels fiel um 5,71 Prozent nach einem starken Anstieg am Montag. Gleichzeitig gab das Unternehmen bekannt, dass es seine früheren Prognosen für die Uranproduktion und den Uranverkauf für 2025 übertroffen und zwei neue langfristige Verkaufsverträge mit US-Atomstromerzeugern abgeschlossen hat. Der Absatz von Urankonzentrat im vierten Quartal beläuft sich nach Einschätzung des Unternehmens auf 360.000 Pfund, was einem Anstieg von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, bei einem Umsatz von rund 27 Millionen US-Dollar zu einem Durchschnittspreis von 74,93 US-Dollar pro Pfund.

Die Aktie des Kryptounternehmens Hut 8 gab um 5,22 Prozent nach. Die Aktie des Unternehmens ist in diesem Jahr jedoch um rund 140 Prozent gestiegen, während der Bitcoin 5,5 Prozent an Wert verloren hat. Heute legte der Bitcoin um 1,42 Prozent zu.

Deutliche Kursverluste verzeichneten auch die Aktien des Pharmaunternehmens Corcept Therapeutics (–12,06 Prozent) und des E-Commerce-Unternehmens Vipshop Holdings (–6,92 Prozent).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Politik
Politik EU und Ungarn: Spionageverdacht erschüttert Vertrauen in Europa
26.03.2026

Misstrauen breitet sich in der Europäischen Union aus und trifft einen ihrer eigenen Mitgliedstaaten. Der Verdacht, dass Ungarn...

DWN
Finanzen
Finanzen Aktienmarkt in Gefahr: Investoren warnen vor Eskalation im Iran-Konflikt
25.03.2026

Die Märkte geraten ins Wanken, während geopolitische Spannungen eskalieren. Investoren befürchten nach den Drohungen eines eskalierenden...

DWN
Politik
Politik Russlands Ölexport unter Beschuss: Energiekrieg erreicht neue Stufe
25.03.2026

Explosionen in russischen Ostseehäfen lassen den Ölfluss abrupt versiegen. Die Angriffe treffen Moskaus Energieinfrastruktur empfindlich...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Tarif-Durchbruch in der Chemie: Mehr Geld und Jobgarantie für 585.000 Beschäftigte
25.03.2026

Lohnplus trotz Krise: Die rund 585.000 Beschäftigten der deutschen Chemie- und Pharmabranche erhalten künftig deutlich mehr Geld. Nach...

DWN
Politik
Politik Turbo für die Verteidigung: EU plant Millionen-Spritze für Militär-Innovationen
25.03.2026

Die EU-Kommission will die militärische Schlagkraft Europas durch schnellere Innovationszyklen sichern. Ein neues Förderinstrument namens...

DWN
Politik
Politik Digitale Gewalt: Was die Regierung jetzt plant
25.03.2026

Deepfakes, Überwachung, intime Bilder – digitale Gewalt nimmt zu, und der politische Druck wächst. Die Bundesregierung arbeitet an...

DWN
Politik
Politik Recht auf Reparatur: So sparen Sie künftig Geld bei Handy, Waschmaschine & Co.
25.03.2026

Schluss mit der Wegwerf-Kultur: Das neue „Recht auf Reparatur“ soll die Lebensdauer von Haushaltsgeräten und Smartphones deutlich...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft BASF-Aktie: Mega-Werk in China eröffnet – Wachstumschance oder riskante Wette?
25.03.2026

Der Chemieriese BASF setzt voll auf Expansion: Mit der offiziellen Eröffnung des neuen Verbundstandorts in Zhanjiang nimmt der...