Finanzen

US-Börsen: Netflix übertrifft Erwartungen, doch Aktie fällt

Netflix gab am Dienstag nach Börsenschluss die Ergebnisse für das vierte Quartal bekannt, die besser ausfielen als erwartet. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel jedoch um bis zu 5 %.
21.01.2026 00:57
Lesezeit: 1 min
US-Börsen: Netflix übertrifft Erwartungen, doch Aktie fällt
An den US-Börsen spiegeln sich wirtschaftliche Erwartungen und geopolitische Trends. (Foto: stockinasia/iStock) Foto: stockinasia/iStock

Der Streaming-Anbieter erzielte im Quartal einen Umsatz von 12,05 Milliarden Dollar und übertraf damit die auf Bloomberg-Daten basierende Erwartung von 11,96 Milliarden Dollar. Das Ergebnis lag auch über der eigenen Prognose des Unternehmens, die ebenfalls einen Umsatz von 11,96 Milliarden Dollar vorgesehen hatte. Ein Jahr zuvor hatte der Umsatz im vierten Quartal 10,25 Milliarden Dollar betragen, berichtete Yahoo Finance.

Der Gewinn je Aktie lag bei 0,56 Dollar und übertraf damit knapp die Analystenerwartung von 0,55 Dollar. Gleichzeitig entsprach das Ergebnis der eigenen Prognose von Netflix, wonach der Gewinn je Aktie 5,45 Dollar bzw. nach dem im November durchgeführten Aktiensplit im Verhältnis 10:1 nun 0,55 Dollar betragen sollte.

Das Unternehmen gab zudem bekannt, dass die Nutzerzahl nun 325 Millionen erreicht habe. In einem Brief an die Aktionäre merkte Netflix an, dass die Zuschauerzahlen bei Originalinhalten in der zweiten Jahreshälfte um 9 Prozent gestiegen seien, dies jedoch durch ein geringeres Engagement bei lizenzierten Inhalten ausgeglichen wurde.

Der Gesamtjahresumsatz belief sich auf 45,2 Milliarden Dollar, was etwas über der Prognose von 45,1 Milliarden Dollar lag und den Umsatz des Geschäftsjahres 2024 von 39 Milliarden Dollar überstieg. Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug für das Gesamtjahr 2,53 Dollar und übertraf damit knapp die Analystenerwartung von 2,52 Dollar. Im Vorjahr hatte dieser Wert bei 1,98 Dollar gelegen.

Für das erste Quartal prognostiziert Netflix ein Umsatzwachstum von 15,3 Prozent auf 12,16 Milliarden Dollar sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,76 Dollar. Diese Kennzahlen liegen über den Prognosen, die einen Umsatz von 10,54 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,66 Dollar vorgesehen hatten.

Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, die Markteinführung neuer Inhalte in diesem Jahr zu beschleunigen und das Aktienrückkaufprogramm im Zusammenhang mit der laufenden Übernahme von Warner Bros. Discovery auszusetzen.

Vor Börseneröffnung am Dienstag teilte Netflix mit, dass für die Übernahme von Warner Bros. Discovery nun ein Barangebot unterbreitet werde. Der Angebotspreis beläuft sich auf 27,75 Dollar je Aktie, was einem Eigenkapitalwert von 72 Milliarden Dollar entspricht. Das Angebot von Paramount Skydance erfolgt ebenfalls in bar und beläuft sich auf 30 Dollar je Aktie, was etwa 108 Milliarden Dollar entspricht.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell um 3.900 Dollar: Edelmetallpreise rutschen ab – Warnsignal für die Weltkonjunktur?
03.11.2026

Beim Goldpreis gerät die leichte Erholung vom Wochenbeginn am Dienstag mächtig ins Stocken. Zinsrisiken und Inflationssorgen drücken...

DWN
Finanzen
Finanzen Konto in Zürich, Kredit in London: Die neue EU-Bankenfalle ab 2027
03.11.2026

Millionen-Finanzierung in New York oder Vermögen in der Schweiz? Ab 2027 gelten im EU-Binnenmarkt neue Spielregeln für Auslandsbanken....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Räumungsverkauf im November: Filialschließungen setzen den Einzelhandel unter Druck
03.11.2026

Räumungsverkäufe prägen in zahlreichen deutschen Innenstädten den Herbst 2026. Hinter den Rabattschildern stehen nicht nur günstige...

DWN
Finanzen
Finanzen Abfindungswelle in der Autobranche: Wie der Fiskus zuschlägt - und wer ganz leer ausgeht
03.11.2026

Microsoft, Google und Meta – die Tech-Konzerne verschlanken ihre Belegschaft weltweit mit saftigen Abfindungen, damit Mitarbeiter...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Schaeffler-Aktie im Fokus: Schaeffler streicht Tausende Jobs und schließt Werke
03.11.2026

Die Krise in der Autoindustrie setzt sich fort: Schaeffler will vier deutsche Standorte schließen und Tausende Stellen streichen. Welche...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lebensmittelhersteller Völpel insolvent: Hohe Energiekosten belasten Familienunternehmen
03.11.2026

Die Völpel GmbH aus Königsmoos in Bayern ist auf die Herstellung von Trockenkräutern, Tees, Trockengemüse und Kräutersalz...

DWN
Politik
Politik Deutsche können sich "Bio" weiter leisten: Umsatzplus bei Bio-Lebensmitteln
03.11.2026

Wer kann sich Bio-Produkte in Zeiten von Stellenabbau und Wirtschaftskrise noch leisten? Wieso hält in Deutschland der Öko-Trend trotz...

DWN
Politik
Politik Leere Gasspeicher: Vorgaben bei Gasversorgung verfehlt - was bedeutet das?
03.11.2026

Der Winter steht bevor - und die Gasspeicher in Deutschland sind vergleichsweise gering befüllt. Vorgaben werden nicht eingehalten. Warum...