Politik

Italien verbessert Handelsbilanz mit Gold-Exporten in die Schweiz

Lesezeit: 1 min
17.04.2012 00:06
Mario Monti will zeigen, dass seine Reformen greifen. Um das chronische Handelsbilanzdefizit zu verbessern, haben die Italiener in den vergangenen Monaten massiv Gold in die Schweiz exportiert.
Italien verbessert Handelsbilanz mit Gold-Exporten in die Schweiz

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Italiens Goldexporte in die Schweiz sind in den vergangenen Monaten sprunghaft angestiegen. Im Februar 2012 hat Italien um 35,6 Prozent mehr Gold an die Schweiz verkauft als im Februar 2011. Dies geht aus den Zahlen der italienischen Statistikbehörde Istat hervor. Bei dem Gold handelt es sich nicht um Münzen, sondern um rohes Gold. Im Januar war der Verkauf um 34.6 Prozent angestiegen.

Italien hat im Jahr 2011 etwa 120 Tonnen Gold in die Schweiz exportiert, eine Steigerung von 65% im Vergleich zu 2010.

Damit hat sich das italienische Handelsbilanzdefizit von Januar auf Februar von 4,3 Milliarden Euro auf 1,1 Milliarden Euro verringert.

Beobachter deuten diese Maßnahmen als den Versuch von Premier Monti, eine leistungsstarke italienische Wirtschaft darstellen zu wollen. Seit mehreren Monaten ist Monti im Amt, und er versucht seither, seine technokratische Arbeit als ganz und gar erfolgreich darzustellen. Die günstige Optik des Handelsbilanz soll vor allem Investoren beruhigen und zeigen, dass die Reformen von Monti greifen (was allerdings in Wahrheit nicht der Fall ist - mehr hier).

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Weniger Administration, mehr Innovation: Digitale bAV-Verwaltung schafft Raum für Neues

Was macht einen Arbeitsplatz attraktiver als andere. Sicherlich mehr als nur das monatliche Gehalt. Langfristiges Denken kann sich für...

DWN
Politik
Politik Wie Frankreichs geplatzter U-Boot-Deal mit der Sabotage des BioNTech-Impfstoffs zusammenhängt

Die Erfinder des BioNTech-Impfstoffs schreiben in ihrem Buch, dass EU-Lobbyisten den deutsch-amerikanischen Impfstoff regelrecht sabotiert...

DWN
Politik
Politik Bundestagswahl 2021: Deutschland drohen Planwirtschaft und De-Industrialisierung

Die EU setzt mit ihrem „Green Deal“ alles auf eine Karte. Für Europa brechen schwierige Zeiten an - ohne, dass dem Weltklima wirklich...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Plattform-Monopolisten: Der Großangriff auf den Mittelstand hat gerade erst begonnen

Große Tech-Monopolisten saugen den Mittelstand aus - solange, bis dieser zusammengebrochen ist. Ernst Wolff schildert die drastische...

DWN
Finanzen
Finanzen Immobiliengigant in Schwierigkeiten: Sorge vor einem Crash in China

Der Immobiliengigant Evergrande steht unter großem Finanzdruck. Der Konzern spricht selber von „beispiellosen Schwierigkeiten“. Wie...

DWN
Finanzen
Finanzen Marc Friedrich: Wir stehen am Ende zweier großer Zyklen, jetzt kommt der globale Schuldenschnitt

Der Finanzautor Marc Friedrich sieht die Welt am Ende zweier bedeutender langfristiger Zyklen angekommen.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft DWN räumt mit Fehlinformationen auf: Rohstoff-Vorkommen in Afghanistan können nicht erschlossen werden

Alle Welt spekuliert über die Rohstoffe in Afghanistan. Nicht so die DWN: Die führt ein Interview mit einer ausgewiesenen Expertin - und...

DWN
Panorama
Panorama Digitalisierung: Wird der Mensch zum Roboter mit DNA?

Bernd Liske beschreibt die den neuartigen Technologien innewohnenden Risiken und was zu tun ist, um auf eine menschenwürdige Zukunft...

DWN
Politik
Politik China nicht mehr größtes Land der Welt: Regierung gerät in Panik, fälscht Volkszählung

China hat viel weniger Einwohner als offiziell behauptet - ein schwerer Rückschlag im Kampf um die weltweite politische und...